Endlich maße ich mich eines längst überfälligen und überaus fragilen Themas an - überfällig, weil es meine unendliche Wertschätzung genießt, fragil, weil es umso schwerer ist, etwas gerecht zu formulieren, je mehr es einen prägt, beeinflusst und je intensiver man etwas verehrt. Wenn ich also von Musik spreche, muss ich hohe Ansprüche an mich haben und erst die Zeit und erneute Lektüre der Zeilen nach einer Weile werden zeigen, inwieweit ich ihnen gerecht werde...
Schwingungen, schwanger mit fiebriger Kraft,
Klänge, ästhetisch und voll Eleganz
zaubern im Einklang solch Stimmungen bei,
die man im Herzen versteht, fast als sei
die Musik der Welt eigener Tanz,
der Tanz meiner Welt, der ihr Leben verschafft.
Tasten erzeugen und weben Gebilde,
ein Teppich voll Töne, ein singender Geist,
ein eifriger Schreiber voll schöner Geschichten.
Geschichten des Wesens, des Ursprungs, sie lichten
Geheimnisse, bisher gehütet – man preist
Berührung in dieser Art Lebensgefilde.
Von allerlei Sprachen ist diese die klarste,
sie artikuliert ohne Worte die Seele
und spricht nur in Bildern und spricht in Gefühlen.
Niemals vermochte ein Wort so zu wühlen
in Orten des Körpers, die ich nicht befehle.
Von allerlei Sprachen – Musik ist die wahrste!
Samstag, 5. Mai 2007
Freitag, 4. Mai 2007
Tanzfee
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
Tanzen scheint ihr Seelenelement.
Ach, wie packte mich der rechte Mut,
wenn sich uns're Seele nur verbänd'!
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
jedes Regen spricht mir ein Gedicht.
Wenn sie tanzt als wär's auf Feuerglut,
meint man wirklich: Zeit vergeht hier nicht.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut
und es wirkt als wankte alle Welt,
während sie ekstatisch feiernd ruht,
schafft sie, was am Gegenpol gefällt.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
traumverführend schaut sie zu mir her.
Mein Gedankenreich wird ihre Brut,
diese dann zu bändigen fällt schwer.
Tanzen scheint ihr Seelenelement.
Ach, wie packte mich der rechte Mut,
wenn sich uns're Seele nur verbänd'!
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
jedes Regen spricht mir ein Gedicht.
Wenn sie tanzt als wär's auf Feuerglut,
meint man wirklich: Zeit vergeht hier nicht.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut
und es wirkt als wankte alle Welt,
während sie ekstatisch feiernd ruht,
schafft sie, was am Gegenpol gefällt.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
traumverführend schaut sie zu mir her.
Mein Gedankenreich wird ihre Brut,
diese dann zu bändigen fällt schwer.
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Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim,
Trochäus
Donnerstag, 3. Mai 2007
Ein Blatt Papier
Ein Blatt Papier. Noch leer. Verlangt nach Strich.
Verlangt nach Farben, Mustern, nach Zitaten,
nach Gedanken, Sinn und dann an sich
nach den Gefühlen, die um Ausdruck baten.
Aller Arten heftig Freudentanz
wird observiert durch Stift und durch Papier.
Trauer, Glück und Furcht und Mut wird ganz
zu meiner Welt und sprudelt gar aus mir.
Abstraktestes erhält die klarsten Formen,
Hässliches wird schön durch Deutlichkeit,
denn deutlich Hässliches so klar zu normen,
bringt als Schritt gen Wahrheit jeden weit.
Ein Platt Papier. Gefüllt. Ein kleines Leben.
Mikrokosmos, lyrisch neu kreiert.
Ein Blatt Papier. So vieles kann es geben,
jedem, der sich seiner int'ressiert.
Verlangt nach Farben, Mustern, nach Zitaten,
nach Gedanken, Sinn und dann an sich
nach den Gefühlen, die um Ausdruck baten.
Aller Arten heftig Freudentanz
wird observiert durch Stift und durch Papier.
Trauer, Glück und Furcht und Mut wird ganz
zu meiner Welt und sprudelt gar aus mir.
Abstraktestes erhält die klarsten Formen,
Hässliches wird schön durch Deutlichkeit,
denn deutlich Hässliches so klar zu normen,
bringt als Schritt gen Wahrheit jeden weit.
Ein Platt Papier. Gefüllt. Ein kleines Leben.
Mikrokosmos, lyrisch neu kreiert.
Ein Blatt Papier. So vieles kann es geben,
jedem, der sich seiner int'ressiert.
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Kreuzreim
Mittwoch, 2. Mai 2007
Unwissend. Unschuldig.
„Komm schon, lass uns chatten, Süße,
wie ich ausseh'? Groß und schlank,
gut gebaut und meine Füße
sind, wie alles, g'rade nackt,
auch ansonsten bin ich rank,
sexy und durch Sport entschlackt.
Bitte? Nein, das kann ich nicht...
na ja gut, wenn Du es willst,
sag ich's Dir in das Gesicht:
25 Zentimeter,
wenn Du ihn nur richtig schwillst,
zwei Sekunden und schon steht er!
Nein, das ist nicht übertrieben,
aber kommen wir zu Dir:
Offen ist bislang geblieben,
wie es um Dein Ausseh'n steht.
Schließlich, Baby, wünsch' ich mir
nichts so sehr wie Dich so spät.
Blonde Haare? Lang und glatt?
75 C die Brust?
Kleiner Arsch, der Muskeln hat,
knackig und nur Tanga an?
Gott, verdammt, ich kriege Lust,
ob ich Dich mal sehen kann?
Wie alt bist Du? 13 Jahre?
Das ist super, schick doch gleich
noch ein Foto, wo die Haare
alles sind, was Dich bedeckt.
Ob ich Geld hab'? Ich bin reich!
Komm, jetzt hab' ich Blut geleckt!
Wow! Das bist nicht wirklich Du!?
Man, Du siehst noch besser aus,
als ich dachte: Gib doch zu:
So ein bisschen heiß gemacht
hab' ich Dich, Du kleine Maus,
komm' doch her – das wär' gelacht!
Nein – im Ernst, lass uns mal sehen
und ich zeig Dir dies und das,
Manches wirst Du erst verstehen,
wenn wir beieinander sind,
glaub mir: Das wird Riesenspaß!“
(Und zu sich: „Bis bald...mein Kind.“)
Grausig war die Woche mit dem Fund:
Eine Kinderleiche, dort im Wald.
Jemand tat's den Eltern bald schon kund
und seitdem sind ihre Herzen kalt.
Blau war ihr Gesicht und ihre Hände,
blau die Striemen dort am Handgelenk,
heute wär' sie vierzehn und man fände
sie im Kinderzimmer mit Geschenk.
Ihre Hoffnung wurde seine Sünde,
seine Sünde wurde bald ihr Tod.
Und ihr Tod als Unglück aller münde
in der Eltern elendigen Not.
wie ich ausseh'? Groß und schlank,
gut gebaut und meine Füße
sind, wie alles, g'rade nackt,
auch ansonsten bin ich rank,
sexy und durch Sport entschlackt.
Bitte? Nein, das kann ich nicht...
na ja gut, wenn Du es willst,
sag ich's Dir in das Gesicht:
25 Zentimeter,
wenn Du ihn nur richtig schwillst,
zwei Sekunden und schon steht er!
Nein, das ist nicht übertrieben,
aber kommen wir zu Dir:
Offen ist bislang geblieben,
wie es um Dein Ausseh'n steht.
Schließlich, Baby, wünsch' ich mir
nichts so sehr wie Dich so spät.
Blonde Haare? Lang und glatt?
75 C die Brust?
Kleiner Arsch, der Muskeln hat,
knackig und nur Tanga an?
Gott, verdammt, ich kriege Lust,
ob ich Dich mal sehen kann?
Wie alt bist Du? 13 Jahre?
Das ist super, schick doch gleich
noch ein Foto, wo die Haare
alles sind, was Dich bedeckt.
Ob ich Geld hab'? Ich bin reich!
Komm, jetzt hab' ich Blut geleckt!
Wow! Das bist nicht wirklich Du!?
Man, Du siehst noch besser aus,
als ich dachte: Gib doch zu:
So ein bisschen heiß gemacht
hab' ich Dich, Du kleine Maus,
komm' doch her – das wär' gelacht!
Nein – im Ernst, lass uns mal sehen
und ich zeig Dir dies und das,
Manches wirst Du erst verstehen,
wenn wir beieinander sind,
glaub mir: Das wird Riesenspaß!“
(Und zu sich: „Bis bald...mein Kind.“)
Grausig war die Woche mit dem Fund:
Eine Kinderleiche, dort im Wald.
Jemand tat's den Eltern bald schon kund
und seitdem sind ihre Herzen kalt.
Blau war ihr Gesicht und ihre Hände,
blau die Striemen dort am Handgelenk,
heute wär' sie vierzehn und man fände
sie im Kinderzimmer mit Geschenk.
Ihre Hoffnung wurde seine Sünde,
seine Sünde wurde bald ihr Tod.
Und ihr Tod als Unglück aller münde
in der Eltern elendigen Not.
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Trochäus
Dienstag, 1. Mai 2007
Der Spielplatz auf dem ich spielte
Mit starkem Befremden lasse ich es zu:
Erinnerungsstürme fallen in mich ein
und tausende Bilder flimmern auf im Nu,
ein tosender Tagtraum nennt mich wallend sein.
Ich sehe die Bäume, sehe auch den Sand,
erkenne die Räume, die mir einst als Kind
als Spielplatz gedienten. Strecke meine Hand,
und blicke sie an, als wäre ich wie blind.
Man kann kaum Begreifen, wie sich alles dreht,
wie Zeiten bald reifen, bald schon stolz vergehen,
alles, was war, ist niemals obsolet,
alles ist gültig, man kann es heut' noch sehen.
Die Blicke sind schweifend, ich drehe noch den Hals,
um nichts zu verpassen, sauge alles auf,
versuche zu fassen, was hier war. Und falls
es gelänge, so säh' ich mich im Lauf
der Zeiten noch selbst und wäre wieder jung
und Kind und ergreife diese schöne Chance
am Schopfe, versetze ganz mich in den Schwung
des Echos des Spielplatz', wertvoll diese Trance.
Erinnerungsstürme fallen in mich ein
und tausende Bilder flimmern auf im Nu,
ein tosender Tagtraum nennt mich wallend sein.
Ich sehe die Bäume, sehe auch den Sand,
erkenne die Räume, die mir einst als Kind
als Spielplatz gedienten. Strecke meine Hand,
und blicke sie an, als wäre ich wie blind.
Man kann kaum Begreifen, wie sich alles dreht,
wie Zeiten bald reifen, bald schon stolz vergehen,
alles, was war, ist niemals obsolet,
alles ist gültig, man kann es heut' noch sehen.
Die Blicke sind schweifend, ich drehe noch den Hals,
um nichts zu verpassen, sauge alles auf,
versuche zu fassen, was hier war. Und falls
es gelänge, so säh' ich mich im Lauf
der Zeiten noch selbst und wäre wieder jung
und Kind und ergreife diese schöne Chance
am Schopfe, versetze ganz mich in den Schwung
des Echos des Spielplatz', wertvoll diese Trance.
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Montag, 30. April 2007
Bettler
Da sitzt Du nun, Du armer Vagabund,
ein Häuflein Elend und ein Haufen Dreck.
Die Zähne sind schon lang nicht mehr gesund,
die Kleidung ist ein einzig großer Fleck.
Die tiefen Kerben, zierend das Gesicht,
gefüllt mit Schmutz, verraten Deine Not.
Alleine sitzt Du, Freunde hast Du nicht,
niemand will Dich kennen, gibt Dir Brot,
gibt Dir Achtung, hilft Dir aufzustehen,
tausend mal hast Du daran gedacht,
doch Dich woll'n die Menschen nicht mal sehen,
wie dann helfen? Bald erklimmt die Nacht
den Berg der Welt und Du sitzt dort im Tal,
wo's tiefer nicht mehr geht, verbirgst den Blick
vor Menschen, die Dich streifen, welche Wahl
hat man noch, so ohne ein Geschick?
Senk die Augen, wenn Du das noch kannst,
und wenn nicht, erfüllt sie diese Leere,
die nach außen tritt aus Hirn aus Wanst,
ewig leichter Ausdruck Deiner Schwere.
ein Häuflein Elend und ein Haufen Dreck.
Die Zähne sind schon lang nicht mehr gesund,
die Kleidung ist ein einzig großer Fleck.
Die tiefen Kerben, zierend das Gesicht,
gefüllt mit Schmutz, verraten Deine Not.
Alleine sitzt Du, Freunde hast Du nicht,
niemand will Dich kennen, gibt Dir Brot,
gibt Dir Achtung, hilft Dir aufzustehen,
tausend mal hast Du daran gedacht,
doch Dich woll'n die Menschen nicht mal sehen,
wie dann helfen? Bald erklimmt die Nacht
den Berg der Welt und Du sitzt dort im Tal,
wo's tiefer nicht mehr geht, verbirgst den Blick
vor Menschen, die Dich streifen, welche Wahl
hat man noch, so ohne ein Geschick?
Senk die Augen, wenn Du das noch kannst,
und wenn nicht, erfüllt sie diese Leere,
die nach außen tritt aus Hirn aus Wanst,
ewig leichter Ausdruck Deiner Schwere.
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Sonntag, 29. April 2007
Veränderung
Jedes Leben berst sich selbst in tausend Phasen,
und wer dies verhindern will, der stellt schnell fest,
dass ein Leben sich im Zaum nicht halten lässt,
weil es Fortschritt will und stets bewegend bleibt,
die Zeiten ändern sich – und tausend dieser Phrasen
sind wahrer, als man meint, wenn man das Sein beschreibt.
Und solchermaßen in Etappen sich gestaltend,
ändern sich auch Menschen, die am Rande gehen,
manche bleiben schon nach kurzer Weile stehen,
andere verändern die Intensität,
mit der sie sich als Künstler, uns als Werk verwaltend
miterschaffen – wieder and're kommen spät,
erschüttern dafür umso mehr den Lauf der Dinge,
manche Position wird manchmal ausgetauscht,
Liebe wird zum Freund, an seiner statt, da rauscht
ein neuer Wind, ein neuer Mensch so frisch herbei,
dass alles glänze, besser nicht, doch anders schwinge,
anders sich bewegen möge, ach! Wie frisch und frei!
Ob man nun, dies alles sehend, sich verweigert
und den Preis des Stehenbleibens zahlt, indem
so viele weitergehen, man sich fragt, mit wem
man nun auf einer Wellenlänge ist und reitet,
Relikte und Refugien im Wert noch steigert,
weil man lieber weiter noch zurück, als vorwärts schreitet
oder ob man sonngewandt dem hellen Lichte
stolz das Antlitz voller Mut entgegenreckt,
voller kluger Freude ob der Zukunft streckt
die Arme in die Höhe, zu erhaschen Sterne,
dabei froh, weil weiterschreibend die Geschichte,
da entscheide jeder sich alleine, gerne.
und wer dies verhindern will, der stellt schnell fest,
dass ein Leben sich im Zaum nicht halten lässt,
weil es Fortschritt will und stets bewegend bleibt,
die Zeiten ändern sich – und tausend dieser Phrasen
sind wahrer, als man meint, wenn man das Sein beschreibt.
Und solchermaßen in Etappen sich gestaltend,
ändern sich auch Menschen, die am Rande gehen,
manche bleiben schon nach kurzer Weile stehen,
andere verändern die Intensität,
mit der sie sich als Künstler, uns als Werk verwaltend
miterschaffen – wieder and're kommen spät,
erschüttern dafür umso mehr den Lauf der Dinge,
manche Position wird manchmal ausgetauscht,
Liebe wird zum Freund, an seiner statt, da rauscht
ein neuer Wind, ein neuer Mensch so frisch herbei,
dass alles glänze, besser nicht, doch anders schwinge,
anders sich bewegen möge, ach! Wie frisch und frei!
Ob man nun, dies alles sehend, sich verweigert
und den Preis des Stehenbleibens zahlt, indem
so viele weitergehen, man sich fragt, mit wem
man nun auf einer Wellenlänge ist und reitet,
Relikte und Refugien im Wert noch steigert,
weil man lieber weiter noch zurück, als vorwärts schreitet
oder ob man sonngewandt dem hellen Lichte
stolz das Antlitz voller Mut entgegenreckt,
voller kluger Freude ob der Zukunft streckt
die Arme in die Höhe, zu erhaschen Sterne,
dabei froh, weil weiterschreibend die Geschichte,
da entscheide jeder sich alleine, gerne.
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Trochäus
Samstag, 28. April 2007
Dichtend leben - lebend dichten
Blind vertrau' ich jenem edlen Geist,
der mir Zeilen voller Wonne reicht,
deren Abbild aller Wahrheit gleicht,
meine Wahrheit, die mich schreiben heißt.
Still summieren Staben meines Buches
die Geschichte meiner Sinnessphäre,
die unendlich ärmer schließlich wäre,
gäb' es nicht Gedichte ihres Fluches,
ihres Segens, ihres Reichtums schlicht.
Eingeflüstert werden schönste Bilder,
feinste Wörter, härter mal, mal milder,
wortneuschöpfend scheue ich mich nicht,
alles, was empfunden, zu verdichten,
hoffend, dass es dicht und edel werde,
umso edler Lob, umso Beschwerde,
schließlich eifert nur, die Welt zu richten,
wer ihr Diener Zeit des Lebens ist,
Opfer bringt, ihr Kernstück zu entlarven,
mal mit Trommeln, mal mit Geigen, Harfen,
mal als Misanthrop, als Humanist,
mal als dies, als das, als allerlei,
Vielfalt erst bedingt die beiden Sachen:
Erstens, dichtend alles bildlich machen,
zweitens leben – voller Glück und frei.
der mir Zeilen voller Wonne reicht,
deren Abbild aller Wahrheit gleicht,
meine Wahrheit, die mich schreiben heißt.
Still summieren Staben meines Buches
die Geschichte meiner Sinnessphäre,
die unendlich ärmer schließlich wäre,
gäb' es nicht Gedichte ihres Fluches,
ihres Segens, ihres Reichtums schlicht.
Eingeflüstert werden schönste Bilder,
feinste Wörter, härter mal, mal milder,
wortneuschöpfend scheue ich mich nicht,
alles, was empfunden, zu verdichten,
hoffend, dass es dicht und edel werde,
umso edler Lob, umso Beschwerde,
schließlich eifert nur, die Welt zu richten,
wer ihr Diener Zeit des Lebens ist,
Opfer bringt, ihr Kernstück zu entlarven,
mal mit Trommeln, mal mit Geigen, Harfen,
mal als Misanthrop, als Humanist,
mal als dies, als das, als allerlei,
Vielfalt erst bedingt die beiden Sachen:
Erstens, dichtend alles bildlich machen,
zweitens leben – voller Glück und frei.
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Umarmender Reim
Freitag, 27. April 2007
Ewiger Lebensmonolog (Einzelkind)
Alle Wörter fließen stolz aus Dir
und scheinen nur dazu bestimmt zu sein,
in Deine Ohren eben wieder rein-
zukommen. Wozu sitze ich noch hier?
Du vollendest stilvoll schöne Sätze
und beschreibst, was Du doch eh schon weißt,
wozu Du sie mich also hören heißt,
wird mir nicht ganz klar, jedoch ich schätze:
Dein Problem und Dein Konflikt sind nicht
der Inhalt Deiner Sätze, die gemeinsam
wir entlarven könnten, gleich einem Gesicht,
des' Maske abgenommen ward' und sagt.
In Wahrheit fühlst Du Dich so ewig einsam,
dass stets nach Spiegeln jeder Trieb Dich fragt.
und scheinen nur dazu bestimmt zu sein,
in Deine Ohren eben wieder rein-
zukommen. Wozu sitze ich noch hier?
Du vollendest stilvoll schöne Sätze
und beschreibst, was Du doch eh schon weißt,
wozu Du sie mich also hören heißt,
wird mir nicht ganz klar, jedoch ich schätze:
Dein Problem und Dein Konflikt sind nicht
der Inhalt Deiner Sätze, die gemeinsam
wir entlarven könnten, gleich einem Gesicht,
des' Maske abgenommen ward' und sagt.
In Wahrheit fühlst Du Dich so ewig einsam,
dass stets nach Spiegeln jeder Trieb Dich fragt.
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Umarmender Reim
Donnerstag, 26. April 2007
Die Schönheit der Chance
In Ferne liegend wirkt sie unverbraucht,
ein starker Sog zieht meinen Sinn heran,
die Möglichkeit ist, was in Träumen taucht,
viel schöner wird es, weil man's haben kann.
Verlockend die Entbehrung, es zu kriegen
und zuckersüß ist der Optionen Duft,
sie scheint zu schweben, ich mit ihr zu fliegen
und unser Atem wird zu uns'rer Luft.
Nur: Könnt' ich sie nicht haben, frag ich, wie
empfände ich sie wohl, wie sah ich sie?
Ist Interesse ihrerseits denn nie
auch Grund für meine rege Phantasie?
Den Dingen liegen Möglichkeiten inne
und diese machen sie erst attraktiv.
In diesem etwas rationalen Sinne,
fürcht' ich, läuft im Herzen oft was schief.
ein starker Sog zieht meinen Sinn heran,
die Möglichkeit ist, was in Träumen taucht,
viel schöner wird es, weil man's haben kann.
Verlockend die Entbehrung, es zu kriegen
und zuckersüß ist der Optionen Duft,
sie scheint zu schweben, ich mit ihr zu fliegen
und unser Atem wird zu uns'rer Luft.
Nur: Könnt' ich sie nicht haben, frag ich, wie
empfände ich sie wohl, wie sah ich sie?
Ist Interesse ihrerseits denn nie
auch Grund für meine rege Phantasie?
Den Dingen liegen Möglichkeiten inne
und diese machen sie erst attraktiv.
In diesem etwas rationalen Sinne,
fürcht' ich, läuft im Herzen oft was schief.
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Jambus
Mittwoch, 25. April 2007
Der Maulwurf
Blind erfassen seine Augen kaum
ein Stück von diesem Reich, das ihm so fremd,
er lugt hervor, ein kleiner Kopf im Saum
der Erde, die er doch so gern' durchkämmt.
Hilflos reckt er seine kleine Nase
in die Luft und schnuppert, um zu sehen,
wo er sich befindet. Diese Phase
kann auch schon mal länger vor sich gehen.
Angestrengt verdreht er seinen Kopf
um Zentimeter, kneift die Augen fest
zusammen und man meint, der kleine Schopf
vermochte nichts, braucht' Hilfe in dem Nest.
Schließlich hält er mit dem Schnuppern ein,
regungslos verharrt er den Moment,
und verschwindet schließlich dann in sein
verstecktes Reich – ein Reich, das er auch kennt.
ein Stück von diesem Reich, das ihm so fremd,
er lugt hervor, ein kleiner Kopf im Saum
der Erde, die er doch so gern' durchkämmt.
Hilflos reckt er seine kleine Nase
in die Luft und schnuppert, um zu sehen,
wo er sich befindet. Diese Phase
kann auch schon mal länger vor sich gehen.
Angestrengt verdreht er seinen Kopf
um Zentimeter, kneift die Augen fest
zusammen und man meint, der kleine Schopf
vermochte nichts, braucht' Hilfe in dem Nest.
Schließlich hält er mit dem Schnuppern ein,
regungslos verharrt er den Moment,
und verschwindet schließlich dann in sein
verstecktes Reich – ein Reich, das er auch kennt.
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Gedichte,
Kreuzreim,
Tiergedichte
Dienstag, 24. April 2007
Der Clown
Verzieh' Grimassen bis Unkenntlichkeit
und unkenntlich bin ich wohl fürwahr,
dennoch sieht ein jeder mich so klar,
wirke ich auch nicht gerad' gescheit,
schließlich ist, wer Gegenteile schafft,
ebenso ein weiser, wie das Pro,
und mit dem Kontrast die Leute froh
zu machen, gibt auch mir im Umkehrschluss dann Kraft.
Wenn' ich stolper' zeig' ich, dass ich laufen
kann viel besser und bewusster noch
als viele, die nicht stolpern können, doch
wird niemand dies recht ab mir kaufen.
Wenn ich mich für dumm verkaufe, zeigt
die Darstellung der Dummheit all mein Können,
mir die Klugheit, euch das Lachen gönnen,
ist, wozu ein wahrer Clown doch neigt.
Wenn ich dann mit Bällen hoch jongliere,
zeige ich ganz kurz, was ich vermag,
das Genie, es tritt kurz an den Tag,
alles staunt, ist überrascht, erst viere,
später fünf, dann sieben Bälle senken
sich in Hände, offenbaren schnell:
Dieses Wesen ist nicht dumm, ist hell,
kann zumindest etwas tüchtig lenken.
Mehr jedoch an Wahrheit kommt heut' nicht,
unbeachtet bleibt dies Spiegelbild,
das dem Menschen zeigt, wie ohne Schild,
ohne Maske er trägt sein Gesicht.
Später dann, wenn alle wieder Heim,
wird man sich erinnern: Lustig war's –
der Clown im Zirkus! Überseh'ne Farce,
Übergangen ward' des Menschen Keim.
und unkenntlich bin ich wohl fürwahr,
dennoch sieht ein jeder mich so klar,
wirke ich auch nicht gerad' gescheit,
schließlich ist, wer Gegenteile schafft,
ebenso ein weiser, wie das Pro,
und mit dem Kontrast die Leute froh
zu machen, gibt auch mir im Umkehrschluss dann Kraft.
Wenn' ich stolper' zeig' ich, dass ich laufen
kann viel besser und bewusster noch
als viele, die nicht stolpern können, doch
wird niemand dies recht ab mir kaufen.
Wenn ich mich für dumm verkaufe, zeigt
die Darstellung der Dummheit all mein Können,
mir die Klugheit, euch das Lachen gönnen,
ist, wozu ein wahrer Clown doch neigt.
Wenn ich dann mit Bällen hoch jongliere,
zeige ich ganz kurz, was ich vermag,
das Genie, es tritt kurz an den Tag,
alles staunt, ist überrascht, erst viere,
später fünf, dann sieben Bälle senken
sich in Hände, offenbaren schnell:
Dieses Wesen ist nicht dumm, ist hell,
kann zumindest etwas tüchtig lenken.
Mehr jedoch an Wahrheit kommt heut' nicht,
unbeachtet bleibt dies Spiegelbild,
das dem Menschen zeigt, wie ohne Schild,
ohne Maske er trägt sein Gesicht.
Später dann, wenn alle wieder Heim,
wird man sich erinnern: Lustig war's –
der Clown im Zirkus! Überseh'ne Farce,
Übergangen ward' des Menschen Keim.
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Umarmender Reim
Montag, 23. April 2007
Visionen
Verfluch' die dreisten Geister Deiner Zeit,
niemand geht den Weg des Seins für Dich,
niemand macht für Dich sich lächerlich,
niemand treibt es nur für Dich zu weit!
Oh, verfluch' doch alles, was Du siehst,
wenn Du schreitest, stolz wie Vogel Strauß,
merkst nicht: Du siehst gar nicht prächtig aus,
doch das ist egal, wenn Du Dich fliehst:
Tausend Impressionen, die Dich leiten,
tausend mal ein stolzer König, doch
tausend mal Armeen, die Dir schreiten,
tausend mal verfällst Du dieser Macht,
merkst, sie ist zu stark für Dich, nur noch
ist die Kontrolle schwer für was sie bracht'.
niemand geht den Weg des Seins für Dich,
niemand macht für Dich sich lächerlich,
niemand treibt es nur für Dich zu weit!
Oh, verfluch' doch alles, was Du siehst,
wenn Du schreitest, stolz wie Vogel Strauß,
merkst nicht: Du siehst gar nicht prächtig aus,
doch das ist egal, wenn Du Dich fliehst:
Tausend Impressionen, die Dich leiten,
tausend mal ein stolzer König, doch
tausend mal Armeen, die Dir schreiten,
tausend mal verfällst Du dieser Macht,
merkst, sie ist zu stark für Dich, nur noch
ist die Kontrolle schwer für was sie bracht'.
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Sonntag, 22. April 2007
Fragwürdige Hymne
Achtung: Ein Rätselgedicht!
Ich bin gespannt auf den Erfolg bei dieser dritten Rätselgedichtaufgabe, die letzten beiden konnten bislang nur von zwei Personen gelöst werden...die Auflösung wird allerdings auch zeitnah erfolgen, damit ich eure natürliche Neugierde nicht überstrapaziere ;)
Wer sich doch noch mal an den beiden älteren Rätselgedichte versuchen möchte, ist dazu herzlich eingeladen, einfach hier klicken!
Viel Erfolg!
Du bist, das kann ich ohne Vorbehalt
behaupten, wirklich wunderschön.
Sagen, einfach fies, frigid und kalt,
ist etwas, dass ich hier mit Dir verpöhn'.
In aller Welten Himmel find' im Nu
ich wahrhaft nichts, was Dir wohl gleicht, und träume
ich Dinge, vielfach besser noch als Du,
so reiße ich sie aus wie kahle Bäume.
Ich denk, wenn ich Dich nur von weitem seh':
„Schönheit! Pracht!“ Nur sage ich den Satz:
„Verschwinde doch aus meine Leben, geh'!“
Jedem Spötter Deiner Schönheit Schatz!
Es ist schon nicht mehr richtig auszuhalten,
was Du mit mir anstellst, was Du machst,
Dein Geruch, Dein Antlitz und Dein Lachen,
ja, das Schönste ist, wenn Du mir lachst!
Vernimm die Zeilen, die ich Dir vermacht,
und spei dem Gegner stolz in das Gesicht:
„Du bist hässlich wie die tiefste Nacht!“
Auf dass sie wissen: Du allein bist Licht.
Ich bin gespannt auf den Erfolg bei dieser dritten Rätselgedichtaufgabe, die letzten beiden konnten bislang nur von zwei Personen gelöst werden...die Auflösung wird allerdings auch zeitnah erfolgen, damit ich eure natürliche Neugierde nicht überstrapaziere ;)
Wer sich doch noch mal an den beiden älteren Rätselgedichte versuchen möchte, ist dazu herzlich eingeladen, einfach hier klicken!
Viel Erfolg!
Du bist, das kann ich ohne Vorbehalt
behaupten, wirklich wunderschön.
Sagen, einfach fies, frigid und kalt,
ist etwas, dass ich hier mit Dir verpöhn'.
In aller Welten Himmel find' im Nu
ich wahrhaft nichts, was Dir wohl gleicht, und träume
ich Dinge, vielfach besser noch als Du,
so reiße ich sie aus wie kahle Bäume.
Ich denk, wenn ich Dich nur von weitem seh':
„Schönheit! Pracht!“ Nur sage ich den Satz:
„Verschwinde doch aus meine Leben, geh'!“
Jedem Spötter Deiner Schönheit Schatz!
Es ist schon nicht mehr richtig auszuhalten,
was Du mit mir anstellst, was Du machst,
Dein Geruch, Dein Antlitz und Dein Lachen,
ja, das Schönste ist, wenn Du mir lachst!
Vernimm die Zeilen, die ich Dir vermacht,
und spei dem Gegner stolz in das Gesicht:
„Du bist hässlich wie die tiefste Nacht!“
Auf dass sie wissen: Du allein bist Licht.
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Rätselgedicht
Samstag, 21. April 2007
Zeitmetapher
Die Zeit entrinnt mir durch die Finger,
wie ein Strudel, schwindet sie im Schlund
des Lebens, hat doch selbst den größten Mund,
zaubert mir die schönsten Dinger.
Diese Sanduhr zählt die Körner,
die, verlaufend, Maßeinheit der Zeit,
Element des Lebens sind, nimmt weit
mich mit und auf die spitzen Hörner.
Richte Dein Bewusstsein nach:
Erweitere und schließe dieses Loch,
ein wenig kann man wenigstens dann doch
bestimmen – leg ihr Wesen brach!
Beschäftigt öffnest Du den Trichter,
genießend schmückst Du ihn verzierend aus,
erwartend wird der Trichter schnell zum Graus,
genau wie konzentriert wird’s dichter.
Verstehend man hat keine Macht,
wird man vielleicht noch ihr Freund, wer weiß.
Veränderung, zwar schön, hat ihren Preis,
besser, wenn man nie d'ran dacht'.
wie ein Strudel, schwindet sie im Schlund
des Lebens, hat doch selbst den größten Mund,
zaubert mir die schönsten Dinger.
Diese Sanduhr zählt die Körner,
die, verlaufend, Maßeinheit der Zeit,
Element des Lebens sind, nimmt weit
mich mit und auf die spitzen Hörner.
Richte Dein Bewusstsein nach:
Erweitere und schließe dieses Loch,
ein wenig kann man wenigstens dann doch
bestimmen – leg ihr Wesen brach!
Beschäftigt öffnest Du den Trichter,
genießend schmückst Du ihn verzierend aus,
erwartend wird der Trichter schnell zum Graus,
genau wie konzentriert wird’s dichter.
Verstehend man hat keine Macht,
wird man vielleicht noch ihr Freund, wer weiß.
Veränderung, zwar schön, hat ihren Preis,
besser, wenn man nie d'ran dacht'.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Umarmender Reim
Freitag, 20. April 2007
Irrlicht
Im reißenden Strom dieser tobenden Welt
vergelten wir Gutes mit Gleichgültigkeit
und Schlechtes mit Schlechtem und Liebe mit Geld
und kommen mit diesem Betragen recht weit.
Durch Automatismen im Leben gefangen,
erreichen wir Ziele, die wir so genannt
und die wir erschaffen, dorthin zu gelangen,
doch die uns im Wesen nicht echt, nicht bekannt.
Was sind das für Wege, auf denen wir schreiten,
was bringt uns der Fortschritt im Irrweg, so sag!
Was sind das für Ziele, um die wir uns streiten,
doch die man im Grunde des Herzens nicht mag?
vergelten wir Gutes mit Gleichgültigkeit
und Schlechtes mit Schlechtem und Liebe mit Geld
und kommen mit diesem Betragen recht weit.
Durch Automatismen im Leben gefangen,
erreichen wir Ziele, die wir so genannt
und die wir erschaffen, dorthin zu gelangen,
doch die uns im Wesen nicht echt, nicht bekannt.
Was sind das für Wege, auf denen wir schreiten,
was bringt uns der Fortschritt im Irrweg, so sag!
Was sind das für Ziele, um die wir uns streiten,
doch die man im Grunde des Herzens nicht mag?
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Daktylus,
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim
Donnerstag, 19. April 2007
Männliches. Allzu Männliches
Der Nacken wird breiter, die Schultern athletisch,
die Stoppeln von damals, sie wuchsen zum Bart,
der Kiefer ist strenger, der Blick wird oft hart,
betont seine Männlichkeit fast schon poetisch.
Die kräftigen Arme stets lässig beiseite,
so schreitet im Alltag er selbstbewusst fort,
auf's Leben gefragt, sagt er „Life is too short!“
und blickt dabei locker verträumt in die Weite.
Am Freitag jedoch, da fährt er nach Hause
und gönnt sich vom täglichen Stress eine Pause,
die Auszeit, zu der er zu selten sonst find't.
Und wenn er bei Vati und Mutti verweilt,
Geborgenheit früherer Tage ereilt,
dann ist dieser Kerl doch schon längst wieder Kind.
die Stoppeln von damals, sie wuchsen zum Bart,
der Kiefer ist strenger, der Blick wird oft hart,
betont seine Männlichkeit fast schon poetisch.
Die kräftigen Arme stets lässig beiseite,
so schreitet im Alltag er selbstbewusst fort,
auf's Leben gefragt, sagt er „Life is too short!“
und blickt dabei locker verträumt in die Weite.
Am Freitag jedoch, da fährt er nach Hause
und gönnt sich vom täglichen Stress eine Pause,
die Auszeit, zu der er zu selten sonst find't.
Und wenn er bei Vati und Mutti verweilt,
Geborgenheit früherer Tage ereilt,
dann ist dieser Kerl doch schon längst wieder Kind.
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Daktylus,
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Sonette,
Umarmender Reim
Mittwoch, 18. April 2007
Die Sonne fällt auf einen Baum
Ein warmer Schwall betörend gelber Sonne
vereinnahmt jedes Grün und jedes Blatt
des Baums, bis er sich zweigeteilt fast hat:
Rechts noch grün, doch links schon gelbe Wonne.
Licht und Schatten, grün und gelb, hell
und dunkel, kalt und warm erschafft der Baum
inzwischen aller Blüten Pracht, den Raum
erfüllend, das Kontrastespektrum schnell.
Ein Exemplar des Reichtums der Natur,
gelebte Lebendigkeit, offener Glanz,
Zentrum der Schönheit, Schönheiten Tanz.
Ein Kunstwerk der Schattierung, ewig pur,
ein Kunstwerk der Sonne und sie im Duett
mit Leben, Natur, dem Frieden ein Bett.
vereinnahmt jedes Grün und jedes Blatt
des Baums, bis er sich zweigeteilt fast hat:
Rechts noch grün, doch links schon gelbe Wonne.
Licht und Schatten, grün und gelb, hell
und dunkel, kalt und warm erschafft der Baum
inzwischen aller Blüten Pracht, den Raum
erfüllend, das Kontrastespektrum schnell.
Ein Exemplar des Reichtums der Natur,
gelebte Lebendigkeit, offener Glanz,
Zentrum der Schönheit, Schönheiten Tanz.
Ein Kunstwerk der Schattierung, ewig pur,
ein Kunstwerk der Sonne und sie im Duett
mit Leben, Natur, dem Frieden ein Bett.
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Jambus,
Sonette,
Umarmender Reim
Dienstag, 17. April 2007
Limerick V - Paris
Ein mieser Gendarm aus Paris,
der war zu den Kindern oft fies,
er schubste und bleckte
die Zähne und neckte,
bis er auf die Eltern mal stieß.
der war zu den Kindern oft fies,
er schubste und bleckte
die Zähne und neckte,
bis er auf die Eltern mal stieß.
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