Schmetternd verzehren solch Schritte die Luft
und füllen sie berstend voll furchtbaren Krachs,
der windend und stechend das Dunkel der Gruft
erfüllt, so wie Wasser das Tal eines Bachs.
Welch mächtige Stiefel voll düsterer Macht,
die grausam und kalt ihres Weges da schreiten,
verbindend die elenden Kräfte der Nacht
mit Ahnung der Wahrheit des Tages, welch Weiten!
Welch Weitsicht, oh, folgt diesem endlichen Grausen,
wie weit kann man sehen, wenn Dunkelheit lebt,
wenn alles so unklar erscheint, wie ein Brausen,
von dem man sich wendet, nach Frommem bestrebt?
Der Mantel bewegt sich, entschwebt seinem Herrn,
die Masse des Schattens bewegt sich hinfort,
sie schluckt jedes Leben, um dies zu vermehr'n,
und lässt es gedeihen an anderem Ort.
Der Schatten ist Wissen, nach dem man nicht fragt,
die Klänge sind grausam, weil uns nicht bekannt.
Betretet das Dunkel – dies sei euch gesagt! –,
Weil ewige Sonne Erkenntnis verbannt.
Samstag, 12. Mai 2007
Freitag, 11. Mai 2007
Fußball
Selbstironie ist ein mächtiger Gefährte in diesem Leben...
23 Männer rennen wild
der schwarz gefleckten Lederkugel nach,
welch ein einfach wunderschönes Bild,
doch: Verlierern droht die ew'ge Schmach!
Und ein Spieler schnappt sich flugs den Ball,
rennt ein wenig, sieht den Kontrahenten,
ein Moment nur und schon folgt der Knall,
als die Beine ihn vom Leder trennten.
Schmerzverzerrten Ausdrucks windet er
sich auf dem liebevoll getrimmten Rasen,
doch kein Pfiff folgt, plötzlich kann er sehr
rasant zum nächsten Angriff wieder blasen.
Vorerst jedoch, gilt es zu verhindern,
dass der Gegner den Triumph erlangt,
nichts könnt' jemals diese Schmerzen lindern,
niemals haben Menschen mehr gebangt,
als in dieser gottesfernen Stunde,
da der Kontrahent den Querpass spielt,
in das Eckige muss nun das Runde,
nicht wie vorher, als der Torwart hielt!
Und der Brasilianer hat die Pille,
dribbelt wie ein junger Gott auf Gras,
leider ist der harten Abwehr Wille
sein Verhängnis – Grätsche und das war's!
Nun den Konter elegant vollenden,
60 Meter weit der erste Pass,
und man rupft und zerrt mit starken Händen,
Fußball ist kein Sport, ist heute Hass!
Wie der Stürmer aller Macht das Ei
bekam, war wirklich ziemlich große Kunst!
Noch ein Dreher und am Feind vorbei,
dieser Mann genießt schon jetzt die Gunst
der zahlreich angereisten Fans, die treu
nach vorne peitschen, was nach vorn gehört,
als zwölfter Mann ohn' Hemmung, ohne Scheu
der Mannschaft helfen, wie sich jeder schwört!
Zurück zum Spiel: Der Stürmer legt fein ab
auf den Kapitän, der schießen kann –
und das tut er! Der ist gut! Nur knapp
verfehlt der Ball das Tor und bricht den Bann.
So geht das Spiel noch eine ganze Weile,
immer hin und her der ganze Spaß,
Fingernägel, Rasen – nichts bleibt heile,
so erschafft man heute eben Stars.
23 Männer rennen wild
der schwarz gefleckten Lederkugel nach,
welch ein einfach wunderschönes Bild,
doch: Verlierern droht die ew'ge Schmach!
Und ein Spieler schnappt sich flugs den Ball,
rennt ein wenig, sieht den Kontrahenten,
ein Moment nur und schon folgt der Knall,
als die Beine ihn vom Leder trennten.
Schmerzverzerrten Ausdrucks windet er
sich auf dem liebevoll getrimmten Rasen,
doch kein Pfiff folgt, plötzlich kann er sehr
rasant zum nächsten Angriff wieder blasen.
Vorerst jedoch, gilt es zu verhindern,
dass der Gegner den Triumph erlangt,
nichts könnt' jemals diese Schmerzen lindern,
niemals haben Menschen mehr gebangt,
als in dieser gottesfernen Stunde,
da der Kontrahent den Querpass spielt,
in das Eckige muss nun das Runde,
nicht wie vorher, als der Torwart hielt!
Und der Brasilianer hat die Pille,
dribbelt wie ein junger Gott auf Gras,
leider ist der harten Abwehr Wille
sein Verhängnis – Grätsche und das war's!
Nun den Konter elegant vollenden,
60 Meter weit der erste Pass,
und man rupft und zerrt mit starken Händen,
Fußball ist kein Sport, ist heute Hass!
Wie der Stürmer aller Macht das Ei
bekam, war wirklich ziemlich große Kunst!
Noch ein Dreher und am Feind vorbei,
dieser Mann genießt schon jetzt die Gunst
der zahlreich angereisten Fans, die treu
nach vorne peitschen, was nach vorn gehört,
als zwölfter Mann ohn' Hemmung, ohne Scheu
der Mannschaft helfen, wie sich jeder schwört!
Zurück zum Spiel: Der Stürmer legt fein ab
auf den Kapitän, der schießen kann –
und das tut er! Der ist gut! Nur knapp
verfehlt der Ball das Tor und bricht den Bann.
So geht das Spiel noch eine ganze Weile,
immer hin und her der ganze Spaß,
Fingernägel, Rasen – nichts bleibt heile,
so erschafft man heute eben Stars.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim,
Satire
Donnerstag, 10. Mai 2007
Feiern
Langsam füllt sich die Etage,
langsam leert sich jedes Glas,
ein paar Trinker spielen Page,
drinnen trinkt man ohne Maß.
Langsam füllen sich die Bäuche,
langsam leert der Kasten sich,
man erkundet trinkend Bräuche
(Die sind nüchtern lächerlich...).
Langsam füllen sich die Ohren
und das gute Laminat
wird zum Tanzen auserkoren,
weiter hinten spielt man Skat.
Langsam kommt echt Stimmung auf,
keine Flasche ist mehr voll,
Menschen tanzen Tische rauf,
alles geil hier, alles toll.
Weil im Takt der Boden bebt,
tanzen auch die Möbel rum,
und die Flaschen, man erlebt
alles wie Delirium.
Nun kommt auch der Vodka dran,
keine Cola? Auch egal!
Heute trinken alle Mann
ohne Anspruch oder Wahl.
Langsam füllt sich jedes Köpfchen,
langsam leert sich auch die Nacht.
Hier, bei einem guten Tröpfchen,
wird noch lang nicht Schluss gemacht.
langsam leert sich jedes Glas,
ein paar Trinker spielen Page,
drinnen trinkt man ohne Maß.
Langsam füllen sich die Bäuche,
langsam leert der Kasten sich,
man erkundet trinkend Bräuche
(Die sind nüchtern lächerlich...).
Langsam füllen sich die Ohren
und das gute Laminat
wird zum Tanzen auserkoren,
weiter hinten spielt man Skat.
Langsam kommt echt Stimmung auf,
keine Flasche ist mehr voll,
Menschen tanzen Tische rauf,
alles geil hier, alles toll.
Weil im Takt der Boden bebt,
tanzen auch die Möbel rum,
und die Flaschen, man erlebt
alles wie Delirium.
Nun kommt auch der Vodka dran,
keine Cola? Auch egal!
Heute trinken alle Mann
ohne Anspruch oder Wahl.
Langsam füllt sich jedes Köpfchen,
langsam leert sich auch die Nacht.
Hier, bei einem guten Tröpfchen,
wird noch lang nicht Schluss gemacht.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim,
Trochäus
Mittwoch, 9. Mai 2007
Fragerei
Tausend Tränen später schließlich seh'
ich all die Wahrheit, die sich mir verbarg!
Wollt' ich sie nicht sehen? War ich arg
so blind, wie ich jetzt unbeholfen steh'?
Tausend Fragen später schließlich mag
sich mir zwar einiges erklären, jedoch nie,
warum in meiner fast-Philosophie
bald tausend Dinge sind, die ich nie sag'.
Muss ich's endlich einseh'n – weiß ich nichts?
Bin ich dumm geboren, sterb' ich dumm?
Ist denn keine Lösung angesichts
dieser Frage wirklich richtig rum?
Ist sie denn umsonst, die Fragerei?
Trau' ich mir denn keine Antwort zu?
Führe ich nur Unglück so herbei,
wenn ich d'rüber grübel' ohne Ruh'?
Niemals möchte ich dies alles sagen,
doch mich treiben meine vielen Fragen.
ich all die Wahrheit, die sich mir verbarg!
Wollt' ich sie nicht sehen? War ich arg
so blind, wie ich jetzt unbeholfen steh'?
Tausend Fragen später schließlich mag
sich mir zwar einiges erklären, jedoch nie,
warum in meiner fast-Philosophie
bald tausend Dinge sind, die ich nie sag'.
Muss ich's endlich einseh'n – weiß ich nichts?
Bin ich dumm geboren, sterb' ich dumm?
Ist denn keine Lösung angesichts
dieser Frage wirklich richtig rum?
Ist sie denn umsonst, die Fragerei?
Trau' ich mir denn keine Antwort zu?
Führe ich nur Unglück so herbei,
wenn ich d'rüber grübel' ohne Ruh'?
Niemals möchte ich dies alles sagen,
doch mich treiben meine vielen Fragen.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedankenstrom,
Gedichte
Dienstag, 8. Mai 2007
Kleine Romanze
Auf eine Weise, die recht seltsam ist,
sind wir längst verbunden wie Magneten.
Unsichtbares Seil, für das wir beten,
weißt Du, dass auch Du verbunden bist?
Sag mir: Wie gestaltet sich ein Sein,
dass unsichtbar, doch umso stärker wirkt?
Sag mir: Sind wir größer oder klein,
wenn wir erkennen, was uns beide birgt?
Warum kann man sich nicht einfach haben,
gegenseitig aneinander laben
und sich endlich kennenlernen? Sag,
wenn es sowas gibt, dass ich Dich mag!
sind wir längst verbunden wie Magneten.
Unsichtbares Seil, für das wir beten,
weißt Du, dass auch Du verbunden bist?
Sag mir: Wie gestaltet sich ein Sein,
dass unsichtbar, doch umso stärker wirkt?
Sag mir: Sind wir größer oder klein,
wenn wir erkennen, was uns beide birgt?
Warum kann man sich nicht einfach haben,
gegenseitig aneinander laben
und sich endlich kennenlernen? Sag,
wenn es sowas gibt, dass ich Dich mag!
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Trochäus
Montag, 7. Mai 2007
Zeit für Wortspiele
Eines, mit dem ich mich zugegebenermaßen recht schwer tat, metrisch korrekt wortzuspielen ist schwerer, als man meint und so kann es auch sein, dass sich nicht alles beim ersten Mal ganz glatt liest - ich bitte um Nachsehen.
Dafür, wage ich zu behaupten, hat man auch bei mehrmaligem Lesen noch etwas davon, weil man mitunter noch etwas entdecken mag - oder rätseln, ob das so gewollt sein kann.
Viel Spaß!
Ich schlage etwas vor – und Du mir vor den Kopf,
nachmachte ich's, gäb's Ärger und ich schließlich nach,
wir liegen beieinander, doch alles letztlich brach,
zwar fass ich mir ein Herz, doch Du Dir an den Schopf...
Ich mach' einen schlechten Eindruck, Du gern Witze,
wenn ich lache, dann Du auch, jedoch mich aus,
ich gehe aus mir raus, doch Du nur aus dem Haus
und dann oft einen Schritt zu weit, sogar bei Hitze.
Seh' ich Dir etwas nach, hab' ich das Nachsehen,
und während Du dann fernsiehst, tue ich's nur schwarz,
ich fahre aus der Haut, wenn Du mit ihm in'n Harz,
während ich spazieren, wirst Du zu weit gehen.
Und wenn es Schläge setzt und Du (ich raff' es nicht)
alles auf die eine Karte, ich mich hin,
und Du, vielleicht der Grund, warum ich glücklich bin,
machst mich ja doch an – und ich dieses Gedicht.
Dafür, wage ich zu behaupten, hat man auch bei mehrmaligem Lesen noch etwas davon, weil man mitunter noch etwas entdecken mag - oder rätseln, ob das so gewollt sein kann.
Viel Spaß!
Ich schlage etwas vor – und Du mir vor den Kopf,
nachmachte ich's, gäb's Ärger und ich schließlich nach,
wir liegen beieinander, doch alles letztlich brach,
zwar fass ich mir ein Herz, doch Du Dir an den Schopf...
Ich mach' einen schlechten Eindruck, Du gern Witze,
wenn ich lache, dann Du auch, jedoch mich aus,
ich gehe aus mir raus, doch Du nur aus dem Haus
und dann oft einen Schritt zu weit, sogar bei Hitze.
Seh' ich Dir etwas nach, hab' ich das Nachsehen,
und während Du dann fernsiehst, tue ich's nur schwarz,
ich fahre aus der Haut, wenn Du mit ihm in'n Harz,
während ich spazieren, wirst Du zu weit gehen.
Und wenn es Schläge setzt und Du (ich raff' es nicht)
alles auf die eine Karte, ich mich hin,
und Du, vielleicht der Grund, warum ich glücklich bin,
machst mich ja doch an – und ich dieses Gedicht.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Umarmender Reim
Limerick VII - Leer
Ein Bursche traf Gott an in Leer,
"ich erfüll' Dir 'nen Wunsch!" sprach der Herr.
Der Bursche dacht' nach
und was er dann sprach:
"Dann geh nur, ich brauch gar nichts mehr!"
"ich erfüll' Dir 'nen Wunsch!" sprach der Herr.
Der Bursche dacht' nach
und was er dann sprach:
"Dann geh nur, ich brauch gar nichts mehr!"
Sonntag, 6. Mai 2007
Einfach
Einfach so im Strandkorb sitzen,
und das Leben faul genießen,
einfach trinken, einfach schwitzen,
jeden Tag entspannt begießen,
einfach leben lassend liegen,
einfach ohne Hektik sein,
einfach leben wie die Fliegen,
alles scheint unendlich klein.
Einfach nur beiseite schieben,
was den Tag sonst nur beschwert,
einfach nur das Leben lieben,
weil man es nur so erfährt.
Einfach mal an gar nichts denken,
und den Kopf füllt nur das Bier,
das man tüchtig einzuschenken
weiß – schön leben? Geht auch hier!
und das Leben faul genießen,
einfach trinken, einfach schwitzen,
jeden Tag entspannt begießen,
einfach leben lassend liegen,
einfach ohne Hektik sein,
einfach leben wie die Fliegen,
alles scheint unendlich klein.
Einfach nur beiseite schieben,
was den Tag sonst nur beschwert,
einfach nur das Leben lieben,
weil man es nur so erfährt.
Einfach mal an gar nichts denken,
und den Kopf füllt nur das Bier,
das man tüchtig einzuschenken
weiß – schön leben? Geht auch hier!
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim,
Trochäus
Limerick VI - New York
A young hungry man from New York
to eat meat oh he needed a fork.
He asked and he begged
but got knives just instead
so he fin'lly by hand ate his pork.
to eat meat oh he needed a fork.
He asked and he begged
but got knives just instead
so he fin'lly by hand ate his pork.
Samstag, 5. Mai 2007
Musik
Endlich maße ich mich eines längst überfälligen und überaus fragilen Themas an - überfällig, weil es meine unendliche Wertschätzung genießt, fragil, weil es umso schwerer ist, etwas gerecht zu formulieren, je mehr es einen prägt, beeinflusst und je intensiver man etwas verehrt. Wenn ich also von Musik spreche, muss ich hohe Ansprüche an mich haben und erst die Zeit und erneute Lektüre der Zeilen nach einer Weile werden zeigen, inwieweit ich ihnen gerecht werde...
Schwingungen, schwanger mit fiebriger Kraft,
Klänge, ästhetisch und voll Eleganz
zaubern im Einklang solch Stimmungen bei,
die man im Herzen versteht, fast als sei
die Musik der Welt eigener Tanz,
der Tanz meiner Welt, der ihr Leben verschafft.
Tasten erzeugen und weben Gebilde,
ein Teppich voll Töne, ein singender Geist,
ein eifriger Schreiber voll schöner Geschichten.
Geschichten des Wesens, des Ursprungs, sie lichten
Geheimnisse, bisher gehütet – man preist
Berührung in dieser Art Lebensgefilde.
Von allerlei Sprachen ist diese die klarste,
sie artikuliert ohne Worte die Seele
und spricht nur in Bildern und spricht in Gefühlen.
Niemals vermochte ein Wort so zu wühlen
in Orten des Körpers, die ich nicht befehle.
Von allerlei Sprachen – Musik ist die wahrste!
Schwingungen, schwanger mit fiebriger Kraft,
Klänge, ästhetisch und voll Eleganz
zaubern im Einklang solch Stimmungen bei,
die man im Herzen versteht, fast als sei
die Musik der Welt eigener Tanz,
der Tanz meiner Welt, der ihr Leben verschafft.
Tasten erzeugen und weben Gebilde,
ein Teppich voll Töne, ein singender Geist,
ein eifriger Schreiber voll schöner Geschichten.
Geschichten des Wesens, des Ursprungs, sie lichten
Geheimnisse, bisher gehütet – man preist
Berührung in dieser Art Lebensgefilde.
Von allerlei Sprachen ist diese die klarste,
sie artikuliert ohne Worte die Seele
und spricht nur in Bildern und spricht in Gefühlen.
Niemals vermochte ein Wort so zu wühlen
in Orten des Körpers, die ich nicht befehle.
Von allerlei Sprachen – Musik ist die wahrste!
etikettiert:
Daktylus,
Das tägliche Gedicht,
Gedichte
Freitag, 4. Mai 2007
Tanzfee
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
Tanzen scheint ihr Seelenelement.
Ach, wie packte mich der rechte Mut,
wenn sich uns're Seele nur verbänd'!
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
jedes Regen spricht mir ein Gedicht.
Wenn sie tanzt als wär's auf Feuerglut,
meint man wirklich: Zeit vergeht hier nicht.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut
und es wirkt als wankte alle Welt,
während sie ekstatisch feiernd ruht,
schafft sie, was am Gegenpol gefällt.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
traumverführend schaut sie zu mir her.
Mein Gedankenreich wird ihre Brut,
diese dann zu bändigen fällt schwer.
Tanzen scheint ihr Seelenelement.
Ach, wie packte mich der rechte Mut,
wenn sich uns're Seele nur verbänd'!
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
jedes Regen spricht mir ein Gedicht.
Wenn sie tanzt als wär's auf Feuerglut,
meint man wirklich: Zeit vergeht hier nicht.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut
und es wirkt als wankte alle Welt,
während sie ekstatisch feiernd ruht,
schafft sie, was am Gegenpol gefällt.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
traumverführend schaut sie zu mir her.
Mein Gedankenreich wird ihre Brut,
diese dann zu bändigen fällt schwer.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim,
Trochäus
Donnerstag, 3. Mai 2007
Ein Blatt Papier
Ein Blatt Papier. Noch leer. Verlangt nach Strich.
Verlangt nach Farben, Mustern, nach Zitaten,
nach Gedanken, Sinn und dann an sich
nach den Gefühlen, die um Ausdruck baten.
Aller Arten heftig Freudentanz
wird observiert durch Stift und durch Papier.
Trauer, Glück und Furcht und Mut wird ganz
zu meiner Welt und sprudelt gar aus mir.
Abstraktestes erhält die klarsten Formen,
Hässliches wird schön durch Deutlichkeit,
denn deutlich Hässliches so klar zu normen,
bringt als Schritt gen Wahrheit jeden weit.
Ein Platt Papier. Gefüllt. Ein kleines Leben.
Mikrokosmos, lyrisch neu kreiert.
Ein Blatt Papier. So vieles kann es geben,
jedem, der sich seiner int'ressiert.
Verlangt nach Farben, Mustern, nach Zitaten,
nach Gedanken, Sinn und dann an sich
nach den Gefühlen, die um Ausdruck baten.
Aller Arten heftig Freudentanz
wird observiert durch Stift und durch Papier.
Trauer, Glück und Furcht und Mut wird ganz
zu meiner Welt und sprudelt gar aus mir.
Abstraktestes erhält die klarsten Formen,
Hässliches wird schön durch Deutlichkeit,
denn deutlich Hässliches so klar zu normen,
bringt als Schritt gen Wahrheit jeden weit.
Ein Platt Papier. Gefüllt. Ein kleines Leben.
Mikrokosmos, lyrisch neu kreiert.
Ein Blatt Papier. So vieles kann es geben,
jedem, der sich seiner int'ressiert.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim
Mittwoch, 2. Mai 2007
Unwissend. Unschuldig.
„Komm schon, lass uns chatten, Süße,
wie ich ausseh'? Groß und schlank,
gut gebaut und meine Füße
sind, wie alles, g'rade nackt,
auch ansonsten bin ich rank,
sexy und durch Sport entschlackt.
Bitte? Nein, das kann ich nicht...
na ja gut, wenn Du es willst,
sag ich's Dir in das Gesicht:
25 Zentimeter,
wenn Du ihn nur richtig schwillst,
zwei Sekunden und schon steht er!
Nein, das ist nicht übertrieben,
aber kommen wir zu Dir:
Offen ist bislang geblieben,
wie es um Dein Ausseh'n steht.
Schließlich, Baby, wünsch' ich mir
nichts so sehr wie Dich so spät.
Blonde Haare? Lang und glatt?
75 C die Brust?
Kleiner Arsch, der Muskeln hat,
knackig und nur Tanga an?
Gott, verdammt, ich kriege Lust,
ob ich Dich mal sehen kann?
Wie alt bist Du? 13 Jahre?
Das ist super, schick doch gleich
noch ein Foto, wo die Haare
alles sind, was Dich bedeckt.
Ob ich Geld hab'? Ich bin reich!
Komm, jetzt hab' ich Blut geleckt!
Wow! Das bist nicht wirklich Du!?
Man, Du siehst noch besser aus,
als ich dachte: Gib doch zu:
So ein bisschen heiß gemacht
hab' ich Dich, Du kleine Maus,
komm' doch her – das wär' gelacht!
Nein – im Ernst, lass uns mal sehen
und ich zeig Dir dies und das,
Manches wirst Du erst verstehen,
wenn wir beieinander sind,
glaub mir: Das wird Riesenspaß!“
(Und zu sich: „Bis bald...mein Kind.“)
Grausig war die Woche mit dem Fund:
Eine Kinderleiche, dort im Wald.
Jemand tat's den Eltern bald schon kund
und seitdem sind ihre Herzen kalt.
Blau war ihr Gesicht und ihre Hände,
blau die Striemen dort am Handgelenk,
heute wär' sie vierzehn und man fände
sie im Kinderzimmer mit Geschenk.
Ihre Hoffnung wurde seine Sünde,
seine Sünde wurde bald ihr Tod.
Und ihr Tod als Unglück aller münde
in der Eltern elendigen Not.
wie ich ausseh'? Groß und schlank,
gut gebaut und meine Füße
sind, wie alles, g'rade nackt,
auch ansonsten bin ich rank,
sexy und durch Sport entschlackt.
Bitte? Nein, das kann ich nicht...
na ja gut, wenn Du es willst,
sag ich's Dir in das Gesicht:
25 Zentimeter,
wenn Du ihn nur richtig schwillst,
zwei Sekunden und schon steht er!
Nein, das ist nicht übertrieben,
aber kommen wir zu Dir:
Offen ist bislang geblieben,
wie es um Dein Ausseh'n steht.
Schließlich, Baby, wünsch' ich mir
nichts so sehr wie Dich so spät.
Blonde Haare? Lang und glatt?
75 C die Brust?
Kleiner Arsch, der Muskeln hat,
knackig und nur Tanga an?
Gott, verdammt, ich kriege Lust,
ob ich Dich mal sehen kann?
Wie alt bist Du? 13 Jahre?
Das ist super, schick doch gleich
noch ein Foto, wo die Haare
alles sind, was Dich bedeckt.
Ob ich Geld hab'? Ich bin reich!
Komm, jetzt hab' ich Blut geleckt!
Wow! Das bist nicht wirklich Du!?
Man, Du siehst noch besser aus,
als ich dachte: Gib doch zu:
So ein bisschen heiß gemacht
hab' ich Dich, Du kleine Maus,
komm' doch her – das wär' gelacht!
Nein – im Ernst, lass uns mal sehen
und ich zeig Dir dies und das,
Manches wirst Du erst verstehen,
wenn wir beieinander sind,
glaub mir: Das wird Riesenspaß!“
(Und zu sich: „Bis bald...mein Kind.“)
Grausig war die Woche mit dem Fund:
Eine Kinderleiche, dort im Wald.
Jemand tat's den Eltern bald schon kund
und seitdem sind ihre Herzen kalt.
Blau war ihr Gesicht und ihre Hände,
blau die Striemen dort am Handgelenk,
heute wär' sie vierzehn und man fände
sie im Kinderzimmer mit Geschenk.
Ihre Hoffnung wurde seine Sünde,
seine Sünde wurde bald ihr Tod.
Und ihr Tod als Unglück aller münde
in der Eltern elendigen Not.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Trochäus
Dienstag, 1. Mai 2007
Der Spielplatz auf dem ich spielte
Mit starkem Befremden lasse ich es zu:
Erinnerungsstürme fallen in mich ein
und tausende Bilder flimmern auf im Nu,
ein tosender Tagtraum nennt mich wallend sein.
Ich sehe die Bäume, sehe auch den Sand,
erkenne die Räume, die mir einst als Kind
als Spielplatz gedienten. Strecke meine Hand,
und blicke sie an, als wäre ich wie blind.
Man kann kaum Begreifen, wie sich alles dreht,
wie Zeiten bald reifen, bald schon stolz vergehen,
alles, was war, ist niemals obsolet,
alles ist gültig, man kann es heut' noch sehen.
Die Blicke sind schweifend, ich drehe noch den Hals,
um nichts zu verpassen, sauge alles auf,
versuche zu fassen, was hier war. Und falls
es gelänge, so säh' ich mich im Lauf
der Zeiten noch selbst und wäre wieder jung
und Kind und ergreife diese schöne Chance
am Schopfe, versetze ganz mich in den Schwung
des Echos des Spielplatz', wertvoll diese Trance.
Erinnerungsstürme fallen in mich ein
und tausende Bilder flimmern auf im Nu,
ein tosender Tagtraum nennt mich wallend sein.
Ich sehe die Bäume, sehe auch den Sand,
erkenne die Räume, die mir einst als Kind
als Spielplatz gedienten. Strecke meine Hand,
und blicke sie an, als wäre ich wie blind.
Man kann kaum Begreifen, wie sich alles dreht,
wie Zeiten bald reifen, bald schon stolz vergehen,
alles, was war, ist niemals obsolet,
alles ist gültig, man kann es heut' noch sehen.
Die Blicke sind schweifend, ich drehe noch den Hals,
um nichts zu verpassen, sauge alles auf,
versuche zu fassen, was hier war. Und falls
es gelänge, so säh' ich mich im Lauf
der Zeiten noch selbst und wäre wieder jung
und Kind und ergreife diese schöne Chance
am Schopfe, versetze ganz mich in den Schwung
des Echos des Spielplatz', wertvoll diese Trance.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim
Montag, 30. April 2007
Bettler
Da sitzt Du nun, Du armer Vagabund,
ein Häuflein Elend und ein Haufen Dreck.
Die Zähne sind schon lang nicht mehr gesund,
die Kleidung ist ein einzig großer Fleck.
Die tiefen Kerben, zierend das Gesicht,
gefüllt mit Schmutz, verraten Deine Not.
Alleine sitzt Du, Freunde hast Du nicht,
niemand will Dich kennen, gibt Dir Brot,
gibt Dir Achtung, hilft Dir aufzustehen,
tausend mal hast Du daran gedacht,
doch Dich woll'n die Menschen nicht mal sehen,
wie dann helfen? Bald erklimmt die Nacht
den Berg der Welt und Du sitzt dort im Tal,
wo's tiefer nicht mehr geht, verbirgst den Blick
vor Menschen, die Dich streifen, welche Wahl
hat man noch, so ohne ein Geschick?
Senk die Augen, wenn Du das noch kannst,
und wenn nicht, erfüllt sie diese Leere,
die nach außen tritt aus Hirn aus Wanst,
ewig leichter Ausdruck Deiner Schwere.
ein Häuflein Elend und ein Haufen Dreck.
Die Zähne sind schon lang nicht mehr gesund,
die Kleidung ist ein einzig großer Fleck.
Die tiefen Kerben, zierend das Gesicht,
gefüllt mit Schmutz, verraten Deine Not.
Alleine sitzt Du, Freunde hast Du nicht,
niemand will Dich kennen, gibt Dir Brot,
gibt Dir Achtung, hilft Dir aufzustehen,
tausend mal hast Du daran gedacht,
doch Dich woll'n die Menschen nicht mal sehen,
wie dann helfen? Bald erklimmt die Nacht
den Berg der Welt und Du sitzt dort im Tal,
wo's tiefer nicht mehr geht, verbirgst den Blick
vor Menschen, die Dich streifen, welche Wahl
hat man noch, so ohne ein Geschick?
Senk die Augen, wenn Du das noch kannst,
und wenn nicht, erfüllt sie diese Leere,
die nach außen tritt aus Hirn aus Wanst,
ewig leichter Ausdruck Deiner Schwere.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim
Sonntag, 29. April 2007
Veränderung
Jedes Leben berst sich selbst in tausend Phasen,
und wer dies verhindern will, der stellt schnell fest,
dass ein Leben sich im Zaum nicht halten lässt,
weil es Fortschritt will und stets bewegend bleibt,
die Zeiten ändern sich – und tausend dieser Phrasen
sind wahrer, als man meint, wenn man das Sein beschreibt.
Und solchermaßen in Etappen sich gestaltend,
ändern sich auch Menschen, die am Rande gehen,
manche bleiben schon nach kurzer Weile stehen,
andere verändern die Intensität,
mit der sie sich als Künstler, uns als Werk verwaltend
miterschaffen – wieder and're kommen spät,
erschüttern dafür umso mehr den Lauf der Dinge,
manche Position wird manchmal ausgetauscht,
Liebe wird zum Freund, an seiner statt, da rauscht
ein neuer Wind, ein neuer Mensch so frisch herbei,
dass alles glänze, besser nicht, doch anders schwinge,
anders sich bewegen möge, ach! Wie frisch und frei!
Ob man nun, dies alles sehend, sich verweigert
und den Preis des Stehenbleibens zahlt, indem
so viele weitergehen, man sich fragt, mit wem
man nun auf einer Wellenlänge ist und reitet,
Relikte und Refugien im Wert noch steigert,
weil man lieber weiter noch zurück, als vorwärts schreitet
oder ob man sonngewandt dem hellen Lichte
stolz das Antlitz voller Mut entgegenreckt,
voller kluger Freude ob der Zukunft streckt
die Arme in die Höhe, zu erhaschen Sterne,
dabei froh, weil weiterschreibend die Geschichte,
da entscheide jeder sich alleine, gerne.
und wer dies verhindern will, der stellt schnell fest,
dass ein Leben sich im Zaum nicht halten lässt,
weil es Fortschritt will und stets bewegend bleibt,
die Zeiten ändern sich – und tausend dieser Phrasen
sind wahrer, als man meint, wenn man das Sein beschreibt.
Und solchermaßen in Etappen sich gestaltend,
ändern sich auch Menschen, die am Rande gehen,
manche bleiben schon nach kurzer Weile stehen,
andere verändern die Intensität,
mit der sie sich als Künstler, uns als Werk verwaltend
miterschaffen – wieder and're kommen spät,
erschüttern dafür umso mehr den Lauf der Dinge,
manche Position wird manchmal ausgetauscht,
Liebe wird zum Freund, an seiner statt, da rauscht
ein neuer Wind, ein neuer Mensch so frisch herbei,
dass alles glänze, besser nicht, doch anders schwinge,
anders sich bewegen möge, ach! Wie frisch und frei!
Ob man nun, dies alles sehend, sich verweigert
und den Preis des Stehenbleibens zahlt, indem
so viele weitergehen, man sich fragt, mit wem
man nun auf einer Wellenlänge ist und reitet,
Relikte und Refugien im Wert noch steigert,
weil man lieber weiter noch zurück, als vorwärts schreitet
oder ob man sonngewandt dem hellen Lichte
stolz das Antlitz voller Mut entgegenreckt,
voller kluger Freude ob der Zukunft streckt
die Arme in die Höhe, zu erhaschen Sterne,
dabei froh, weil weiterschreibend die Geschichte,
da entscheide jeder sich alleine, gerne.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Trochäus
Samstag, 28. April 2007
Dichtend leben - lebend dichten
Blind vertrau' ich jenem edlen Geist,
der mir Zeilen voller Wonne reicht,
deren Abbild aller Wahrheit gleicht,
meine Wahrheit, die mich schreiben heißt.
Still summieren Staben meines Buches
die Geschichte meiner Sinnessphäre,
die unendlich ärmer schließlich wäre,
gäb' es nicht Gedichte ihres Fluches,
ihres Segens, ihres Reichtums schlicht.
Eingeflüstert werden schönste Bilder,
feinste Wörter, härter mal, mal milder,
wortneuschöpfend scheue ich mich nicht,
alles, was empfunden, zu verdichten,
hoffend, dass es dicht und edel werde,
umso edler Lob, umso Beschwerde,
schließlich eifert nur, die Welt zu richten,
wer ihr Diener Zeit des Lebens ist,
Opfer bringt, ihr Kernstück zu entlarven,
mal mit Trommeln, mal mit Geigen, Harfen,
mal als Misanthrop, als Humanist,
mal als dies, als das, als allerlei,
Vielfalt erst bedingt die beiden Sachen:
Erstens, dichtend alles bildlich machen,
zweitens leben – voller Glück und frei.
der mir Zeilen voller Wonne reicht,
deren Abbild aller Wahrheit gleicht,
meine Wahrheit, die mich schreiben heißt.
Still summieren Staben meines Buches
die Geschichte meiner Sinnessphäre,
die unendlich ärmer schließlich wäre,
gäb' es nicht Gedichte ihres Fluches,
ihres Segens, ihres Reichtums schlicht.
Eingeflüstert werden schönste Bilder,
feinste Wörter, härter mal, mal milder,
wortneuschöpfend scheue ich mich nicht,
alles, was empfunden, zu verdichten,
hoffend, dass es dicht und edel werde,
umso edler Lob, umso Beschwerde,
schließlich eifert nur, die Welt zu richten,
wer ihr Diener Zeit des Lebens ist,
Opfer bringt, ihr Kernstück zu entlarven,
mal mit Trommeln, mal mit Geigen, Harfen,
mal als Misanthrop, als Humanist,
mal als dies, als das, als allerlei,
Vielfalt erst bedingt die beiden Sachen:
Erstens, dichtend alles bildlich machen,
zweitens leben – voller Glück und frei.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Trochäus,
Umarmender Reim
Freitag, 27. April 2007
Ewiger Lebensmonolog (Einzelkind)
Alle Wörter fließen stolz aus Dir
und scheinen nur dazu bestimmt zu sein,
in Deine Ohren eben wieder rein-
zukommen. Wozu sitze ich noch hier?
Du vollendest stilvoll schöne Sätze
und beschreibst, was Du doch eh schon weißt,
wozu Du sie mich also hören heißt,
wird mir nicht ganz klar, jedoch ich schätze:
Dein Problem und Dein Konflikt sind nicht
der Inhalt Deiner Sätze, die gemeinsam
wir entlarven könnten, gleich einem Gesicht,
des' Maske abgenommen ward' und sagt.
In Wahrheit fühlst Du Dich so ewig einsam,
dass stets nach Spiegeln jeder Trieb Dich fragt.
und scheinen nur dazu bestimmt zu sein,
in Deine Ohren eben wieder rein-
zukommen. Wozu sitze ich noch hier?
Du vollendest stilvoll schöne Sätze
und beschreibst, was Du doch eh schon weißt,
wozu Du sie mich also hören heißt,
wird mir nicht ganz klar, jedoch ich schätze:
Dein Problem und Dein Konflikt sind nicht
der Inhalt Deiner Sätze, die gemeinsam
wir entlarven könnten, gleich einem Gesicht,
des' Maske abgenommen ward' und sagt.
In Wahrheit fühlst Du Dich so ewig einsam,
dass stets nach Spiegeln jeder Trieb Dich fragt.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Sonette,
Trochäus,
Umarmender Reim
Donnerstag, 26. April 2007
Die Schönheit der Chance
In Ferne liegend wirkt sie unverbraucht,
ein starker Sog zieht meinen Sinn heran,
die Möglichkeit ist, was in Träumen taucht,
viel schöner wird es, weil man's haben kann.
Verlockend die Entbehrung, es zu kriegen
und zuckersüß ist der Optionen Duft,
sie scheint zu schweben, ich mit ihr zu fliegen
und unser Atem wird zu uns'rer Luft.
Nur: Könnt' ich sie nicht haben, frag ich, wie
empfände ich sie wohl, wie sah ich sie?
Ist Interesse ihrerseits denn nie
auch Grund für meine rege Phantasie?
Den Dingen liegen Möglichkeiten inne
und diese machen sie erst attraktiv.
In diesem etwas rationalen Sinne,
fürcht' ich, läuft im Herzen oft was schief.
ein starker Sog zieht meinen Sinn heran,
die Möglichkeit ist, was in Träumen taucht,
viel schöner wird es, weil man's haben kann.
Verlockend die Entbehrung, es zu kriegen
und zuckersüß ist der Optionen Duft,
sie scheint zu schweben, ich mit ihr zu fliegen
und unser Atem wird zu uns'rer Luft.
Nur: Könnt' ich sie nicht haben, frag ich, wie
empfände ich sie wohl, wie sah ich sie?
Ist Interesse ihrerseits denn nie
auch Grund für meine rege Phantasie?
Den Dingen liegen Möglichkeiten inne
und diese machen sie erst attraktiv.
In diesem etwas rationalen Sinne,
fürcht' ich, läuft im Herzen oft was schief.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Jambus
Abonnieren
Kommentare (Atom)
