Du Wanderer wandelst auf einsamen Wegen,
versteckst alle Weisheit vor Dir,
Du Träumer entträumst Dich der Welt so entgegen,
Gedanken verkriechen sich hier.
Du Kämpfer bekämpfst jeden Aufstand im Hirn,
verhinderst die Kämpfe im Geist.
Du Spinner verspinnst dieses Leben wie Zwirn,
der, wenn es d'rauf ankommt, gleich reißt.
Du Denker, was denkst Du Dir denn nur dabei,
wenn Du einsam auf Straßen flanierst,
Du Melancholist, macht das Trauern Dich frei,
so frei, dass Du dafür erfrierst?
Du Anderer, bitte, erlerne von Neuem
die Sprache, in der ich Dir sag':
Du sollst Dich vor'm Lesen vor allem nicht scheuen,
zum Buche gerinnt jeder Tag.
Samstag, 19. Mai 2007
Freitag, 18. Mai 2007
Sinn
Wenn jedes Wort Gewicht erfährt,
wird mein Gedicht enorm beschwert
und dennoch scheint es nicht verkehrt,
dass man ein wenig Sinn verehrt.
Und bleibt mir Tiefgrund doch verwehrt,
obwohl ich eifrig so vermehrt
darauf geachtet habe, schert
das letztlich doch auch keinen,
will ich sinnverwehrend meinen.
wird mein Gedicht enorm beschwert
und dennoch scheint es nicht verkehrt,
dass man ein wenig Sinn verehrt.
Und bleibt mir Tiefgrund doch verwehrt,
obwohl ich eifrig so vermehrt
darauf geachtet habe, schert
das letztlich doch auch keinen,
will ich sinnverwehrend meinen.
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Haufenreim
Donnerstag, 17. Mai 2007
Wasser der Weisheit
Dieser Ort ward' wahrlich reich beschenkt,
voll Wasser, voller Übermut und Frieden,
voller Widersprüche, doch man denkt
sich nichts dabei, genießt die Klänge,
die man in der Welt zu schnell vermieden,
hier jedoch erscheint's, als wenn sie sänge,
voller Inbrunst, wahr und voll Gefühl,
welche Göttin löst im Wasser nur
die Schale, die sie schnell nach außen kühl
und fies erscheinen lässt, Justitia,
hälst Du Deine Waage, diesen Schwur
ewiger Balance für immerdar?
Alles Wasser, das so zart hier fließt,
Deine Schalen reich und rein befüllt,
sich im Walle wogend denn ergießt,
scheint wie Wissen, das so pur gerann,
schließlich sich dem Wollenden enthüllt,
womit alle Weisheit schon begann.
voll Wasser, voller Übermut und Frieden,
voller Widersprüche, doch man denkt
sich nichts dabei, genießt die Klänge,
die man in der Welt zu schnell vermieden,
hier jedoch erscheint's, als wenn sie sänge,
voller Inbrunst, wahr und voll Gefühl,
welche Göttin löst im Wasser nur
die Schale, die sie schnell nach außen kühl
und fies erscheinen lässt, Justitia,
hälst Du Deine Waage, diesen Schwur
ewiger Balance für immerdar?
Alles Wasser, das so zart hier fließt,
Deine Schalen reich und rein befüllt,
sich im Walle wogend denn ergießt,
scheint wie Wissen, das so pur gerann,
schließlich sich dem Wollenden enthüllt,
womit alle Weisheit schon begann.
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Trochäus
Mittwoch, 16. Mai 2007
Niederlage
Er wendet sein Gesicht kurz ab und bricht
sein sich gegebenes Versprechen: Spricht
die Wörter, deren Wiedergabe nicht
und niemals irgendeinen Vorteil bringt,
nichts mehr ändert, weil kein Vogel singt,
weil kein schöner Ton im Ohr mehr klingt.
Er resigniert vor lauter Niederlage,
und fühlt für sich das Ende aller Tage,
dies alles ist die Antwort, keine Frage
hätte jemals wieder einen Nutzen.
Jedes weit're Wort wird nur beschmutzen,
was er so erpicht war, einst, zu putzen.
Säubernd dieses Falschbild, diese Lüge,
fühlt er sich, als ob er so betrüge,
was zu trügen einst ihm Grund der Rüge.
Heute, aber, weiß er um sein Irren,
fühlt sich irr, wenn alle Sinne schwirren,
ihn mit ihrer Wahrheit nur verwirren.
Darum, einzig, nur der Wahrheit wegen,
ist er nun zu schwach zu widerlegen,
was sein Leben erst so schlimm verwegen
machte, darum will er sich nicht regen.
sein sich gegebenes Versprechen: Spricht
die Wörter, deren Wiedergabe nicht
und niemals irgendeinen Vorteil bringt,
nichts mehr ändert, weil kein Vogel singt,
weil kein schöner Ton im Ohr mehr klingt.
Er resigniert vor lauter Niederlage,
und fühlt für sich das Ende aller Tage,
dies alles ist die Antwort, keine Frage
hätte jemals wieder einen Nutzen.
Jedes weit're Wort wird nur beschmutzen,
was er so erpicht war, einst, zu putzen.
Säubernd dieses Falschbild, diese Lüge,
fühlt er sich, als ob er so betrüge,
was zu trügen einst ihm Grund der Rüge.
Heute, aber, weiß er um sein Irren,
fühlt sich irr, wenn alle Sinne schwirren,
ihn mit ihrer Wahrheit nur verwirren.
Darum, einzig, nur der Wahrheit wegen,
ist er nun zu schwach zu widerlegen,
was sein Leben erst so schlimm verwegen
machte, darum will er sich nicht regen.
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Trochäus
Dienstag, 15. Mai 2007
Spott und Hohn vom Clownessohn
Es ist schon recht lustig, Dich heischend zu sehen
nach Aufmerksamkeit, nach Lob und Kritik.
Ein Echo zu schaffen heißt Leben erzwingen,
beweisend Dein Leben (welch komischer Sieg),
erinnerst Du mich nun an Enten, die gehen.
Belustigt erblicke ich all Deine Posen,
ich Richter in rosaner Robe, ich Göttchen,
und alles vernehme ich: Lügen, Dein Singen,
und schließlich, verzeih' mein nicht ehrliches Spöttchen:
Dein Tanzen in clownsgleich gefärbten Latzhosen.
So kommt es, dass wenn Du mit mir sprechen magst
und schnell zur herrlichen Halbphilosophie
gelangst, in meinem Gesichte nur Hohn
lesen kannst ob Deiner Geschichte, die nie
wirklich sagt, was Du denkst – Denkst Du nie, was Du sagst?
'Nem Blumenkohl gleich, dem ein Hut aufgesetzt,
veralberst Du Dich so schön selbst in den Spiegeln,
die an meinem Leibe zu kleben pflegen, schon
hast Du Dich erblickt, willst Dein Wesen verriegeln,
nur ist es zu spät: Hast der Welt Dich ausgesetzt.
nach Aufmerksamkeit, nach Lob und Kritik.
Ein Echo zu schaffen heißt Leben erzwingen,
beweisend Dein Leben (welch komischer Sieg),
erinnerst Du mich nun an Enten, die gehen.
Belustigt erblicke ich all Deine Posen,
ich Richter in rosaner Robe, ich Göttchen,
und alles vernehme ich: Lügen, Dein Singen,
und schließlich, verzeih' mein nicht ehrliches Spöttchen:
Dein Tanzen in clownsgleich gefärbten Latzhosen.
So kommt es, dass wenn Du mit mir sprechen magst
und schnell zur herrlichen Halbphilosophie
gelangst, in meinem Gesichte nur Hohn
lesen kannst ob Deiner Geschichte, die nie
wirklich sagt, was Du denkst – Denkst Du nie, was Du sagst?
'Nem Blumenkohl gleich, dem ein Hut aufgesetzt,
veralberst Du Dich so schön selbst in den Spiegeln,
die an meinem Leibe zu kleben pflegen, schon
hast Du Dich erblickt, willst Dein Wesen verriegeln,
nur ist es zu spät: Hast der Welt Dich ausgesetzt.
Montag, 14. Mai 2007
Erbe
Zu später Stunde existiert im Wind
die Nacht.
Ich habe lang gewartet, wie ein Kind
gelacht.
Im Sturme wurde die Naturgewalt
entfacht,
und ich als Kind, ich hatt' mein Leben bald
verbracht.
Und kalt und eisig kalt der Menschen Ruh'
als Pacht,
als Erbe hab' ich diese Truhe zu-
gemacht.
die Nacht.
Ich habe lang gewartet, wie ein Kind
gelacht.
Im Sturme wurde die Naturgewalt
entfacht,
und ich als Kind, ich hatt' mein Leben bald
verbracht.
Und kalt und eisig kalt der Menschen Ruh'
als Pacht,
als Erbe hab' ich diese Truhe zu-
gemacht.
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Jambus
Sonntag, 13. Mai 2007
Romantik IV
Ein toter Schatten, der die Sehnsucht lindert,
ergießt sich, gleich der ungeheuren Macht
von der ich zehrte, jene letzte Nacht,
auf meinen Körper, den das Leben hindert
in höh'rer Existenz zu zelebrieren,
was nied're Kreaturen sich erträumt.
Und wär' mein Traum ein Pferd, wär's ungezäumt,
nur kettet es der Tag an allen Vieren.
Ich Reiter, der dem Tag so froh entreitet,
verstehe wohl im klaren Mondesschein,
zwar nicht, warum mir diese Welt entgleitet,
doch weiß ich um des fahlen Tages Qual.
Erscheint sie auch im Nachtgewand recht klein,
so wächst sie, wenn erlebt, unendlich mal.
ergießt sich, gleich der ungeheuren Macht
von der ich zehrte, jene letzte Nacht,
auf meinen Körper, den das Leben hindert
in höh'rer Existenz zu zelebrieren,
was nied're Kreaturen sich erträumt.
Und wär' mein Traum ein Pferd, wär's ungezäumt,
nur kettet es der Tag an allen Vieren.
Ich Reiter, der dem Tag so froh entreitet,
verstehe wohl im klaren Mondesschein,
zwar nicht, warum mir diese Welt entgleitet,
doch weiß ich um des fahlen Tages Qual.
Erscheint sie auch im Nachtgewand recht klein,
so wächst sie, wenn erlebt, unendlich mal.
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Umarmender Reim
Samstag, 12. Mai 2007
Dunkel
Schmetternd verzehren solch Schritte die Luft
und füllen sie berstend voll furchtbaren Krachs,
der windend und stechend das Dunkel der Gruft
erfüllt, so wie Wasser das Tal eines Bachs.
Welch mächtige Stiefel voll düsterer Macht,
die grausam und kalt ihres Weges da schreiten,
verbindend die elenden Kräfte der Nacht
mit Ahnung der Wahrheit des Tages, welch Weiten!
Welch Weitsicht, oh, folgt diesem endlichen Grausen,
wie weit kann man sehen, wenn Dunkelheit lebt,
wenn alles so unklar erscheint, wie ein Brausen,
von dem man sich wendet, nach Frommem bestrebt?
Der Mantel bewegt sich, entschwebt seinem Herrn,
die Masse des Schattens bewegt sich hinfort,
sie schluckt jedes Leben, um dies zu vermehr'n,
und lässt es gedeihen an anderem Ort.
Der Schatten ist Wissen, nach dem man nicht fragt,
die Klänge sind grausam, weil uns nicht bekannt.
Betretet das Dunkel – dies sei euch gesagt! –,
Weil ewige Sonne Erkenntnis verbannt.
und füllen sie berstend voll furchtbaren Krachs,
der windend und stechend das Dunkel der Gruft
erfüllt, so wie Wasser das Tal eines Bachs.
Welch mächtige Stiefel voll düsterer Macht,
die grausam und kalt ihres Weges da schreiten,
verbindend die elenden Kräfte der Nacht
mit Ahnung der Wahrheit des Tages, welch Weiten!
Welch Weitsicht, oh, folgt diesem endlichen Grausen,
wie weit kann man sehen, wenn Dunkelheit lebt,
wenn alles so unklar erscheint, wie ein Brausen,
von dem man sich wendet, nach Frommem bestrebt?
Der Mantel bewegt sich, entschwebt seinem Herrn,
die Masse des Schattens bewegt sich hinfort,
sie schluckt jedes Leben, um dies zu vermehr'n,
und lässt es gedeihen an anderem Ort.
Der Schatten ist Wissen, nach dem man nicht fragt,
die Klänge sind grausam, weil uns nicht bekannt.
Betretet das Dunkel – dies sei euch gesagt! –,
Weil ewige Sonne Erkenntnis verbannt.
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Kreuzreim
Freitag, 11. Mai 2007
Fußball
Selbstironie ist ein mächtiger Gefährte in diesem Leben...
23 Männer rennen wild
der schwarz gefleckten Lederkugel nach,
welch ein einfach wunderschönes Bild,
doch: Verlierern droht die ew'ge Schmach!
Und ein Spieler schnappt sich flugs den Ball,
rennt ein wenig, sieht den Kontrahenten,
ein Moment nur und schon folgt der Knall,
als die Beine ihn vom Leder trennten.
Schmerzverzerrten Ausdrucks windet er
sich auf dem liebevoll getrimmten Rasen,
doch kein Pfiff folgt, plötzlich kann er sehr
rasant zum nächsten Angriff wieder blasen.
Vorerst jedoch, gilt es zu verhindern,
dass der Gegner den Triumph erlangt,
nichts könnt' jemals diese Schmerzen lindern,
niemals haben Menschen mehr gebangt,
als in dieser gottesfernen Stunde,
da der Kontrahent den Querpass spielt,
in das Eckige muss nun das Runde,
nicht wie vorher, als der Torwart hielt!
Und der Brasilianer hat die Pille,
dribbelt wie ein junger Gott auf Gras,
leider ist der harten Abwehr Wille
sein Verhängnis – Grätsche und das war's!
Nun den Konter elegant vollenden,
60 Meter weit der erste Pass,
und man rupft und zerrt mit starken Händen,
Fußball ist kein Sport, ist heute Hass!
Wie der Stürmer aller Macht das Ei
bekam, war wirklich ziemlich große Kunst!
Noch ein Dreher und am Feind vorbei,
dieser Mann genießt schon jetzt die Gunst
der zahlreich angereisten Fans, die treu
nach vorne peitschen, was nach vorn gehört,
als zwölfter Mann ohn' Hemmung, ohne Scheu
der Mannschaft helfen, wie sich jeder schwört!
Zurück zum Spiel: Der Stürmer legt fein ab
auf den Kapitän, der schießen kann –
und das tut er! Der ist gut! Nur knapp
verfehlt der Ball das Tor und bricht den Bann.
So geht das Spiel noch eine ganze Weile,
immer hin und her der ganze Spaß,
Fingernägel, Rasen – nichts bleibt heile,
so erschafft man heute eben Stars.
23 Männer rennen wild
der schwarz gefleckten Lederkugel nach,
welch ein einfach wunderschönes Bild,
doch: Verlierern droht die ew'ge Schmach!
Und ein Spieler schnappt sich flugs den Ball,
rennt ein wenig, sieht den Kontrahenten,
ein Moment nur und schon folgt der Knall,
als die Beine ihn vom Leder trennten.
Schmerzverzerrten Ausdrucks windet er
sich auf dem liebevoll getrimmten Rasen,
doch kein Pfiff folgt, plötzlich kann er sehr
rasant zum nächsten Angriff wieder blasen.
Vorerst jedoch, gilt es zu verhindern,
dass der Gegner den Triumph erlangt,
nichts könnt' jemals diese Schmerzen lindern,
niemals haben Menschen mehr gebangt,
als in dieser gottesfernen Stunde,
da der Kontrahent den Querpass spielt,
in das Eckige muss nun das Runde,
nicht wie vorher, als der Torwart hielt!
Und der Brasilianer hat die Pille,
dribbelt wie ein junger Gott auf Gras,
leider ist der harten Abwehr Wille
sein Verhängnis – Grätsche und das war's!
Nun den Konter elegant vollenden,
60 Meter weit der erste Pass,
und man rupft und zerrt mit starken Händen,
Fußball ist kein Sport, ist heute Hass!
Wie der Stürmer aller Macht das Ei
bekam, war wirklich ziemlich große Kunst!
Noch ein Dreher und am Feind vorbei,
dieser Mann genießt schon jetzt die Gunst
der zahlreich angereisten Fans, die treu
nach vorne peitschen, was nach vorn gehört,
als zwölfter Mann ohn' Hemmung, ohne Scheu
der Mannschaft helfen, wie sich jeder schwört!
Zurück zum Spiel: Der Stürmer legt fein ab
auf den Kapitän, der schießen kann –
und das tut er! Der ist gut! Nur knapp
verfehlt der Ball das Tor und bricht den Bann.
So geht das Spiel noch eine ganze Weile,
immer hin und her der ganze Spaß,
Fingernägel, Rasen – nichts bleibt heile,
so erschafft man heute eben Stars.
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Satire
Donnerstag, 10. Mai 2007
Feiern
Langsam füllt sich die Etage,
langsam leert sich jedes Glas,
ein paar Trinker spielen Page,
drinnen trinkt man ohne Maß.
Langsam füllen sich die Bäuche,
langsam leert der Kasten sich,
man erkundet trinkend Bräuche
(Die sind nüchtern lächerlich...).
Langsam füllen sich die Ohren
und das gute Laminat
wird zum Tanzen auserkoren,
weiter hinten spielt man Skat.
Langsam kommt echt Stimmung auf,
keine Flasche ist mehr voll,
Menschen tanzen Tische rauf,
alles geil hier, alles toll.
Weil im Takt der Boden bebt,
tanzen auch die Möbel rum,
und die Flaschen, man erlebt
alles wie Delirium.
Nun kommt auch der Vodka dran,
keine Cola? Auch egal!
Heute trinken alle Mann
ohne Anspruch oder Wahl.
Langsam füllt sich jedes Köpfchen,
langsam leert sich auch die Nacht.
Hier, bei einem guten Tröpfchen,
wird noch lang nicht Schluss gemacht.
langsam leert sich jedes Glas,
ein paar Trinker spielen Page,
drinnen trinkt man ohne Maß.
Langsam füllen sich die Bäuche,
langsam leert der Kasten sich,
man erkundet trinkend Bräuche
(Die sind nüchtern lächerlich...).
Langsam füllen sich die Ohren
und das gute Laminat
wird zum Tanzen auserkoren,
weiter hinten spielt man Skat.
Langsam kommt echt Stimmung auf,
keine Flasche ist mehr voll,
Menschen tanzen Tische rauf,
alles geil hier, alles toll.
Weil im Takt der Boden bebt,
tanzen auch die Möbel rum,
und die Flaschen, man erlebt
alles wie Delirium.
Nun kommt auch der Vodka dran,
keine Cola? Auch egal!
Heute trinken alle Mann
ohne Anspruch oder Wahl.
Langsam füllt sich jedes Köpfchen,
langsam leert sich auch die Nacht.
Hier, bei einem guten Tröpfchen,
wird noch lang nicht Schluss gemacht.
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Trochäus
Mittwoch, 9. Mai 2007
Fragerei
Tausend Tränen später schließlich seh'
ich all die Wahrheit, die sich mir verbarg!
Wollt' ich sie nicht sehen? War ich arg
so blind, wie ich jetzt unbeholfen steh'?
Tausend Fragen später schließlich mag
sich mir zwar einiges erklären, jedoch nie,
warum in meiner fast-Philosophie
bald tausend Dinge sind, die ich nie sag'.
Muss ich's endlich einseh'n – weiß ich nichts?
Bin ich dumm geboren, sterb' ich dumm?
Ist denn keine Lösung angesichts
dieser Frage wirklich richtig rum?
Ist sie denn umsonst, die Fragerei?
Trau' ich mir denn keine Antwort zu?
Führe ich nur Unglück so herbei,
wenn ich d'rüber grübel' ohne Ruh'?
Niemals möchte ich dies alles sagen,
doch mich treiben meine vielen Fragen.
ich all die Wahrheit, die sich mir verbarg!
Wollt' ich sie nicht sehen? War ich arg
so blind, wie ich jetzt unbeholfen steh'?
Tausend Fragen später schließlich mag
sich mir zwar einiges erklären, jedoch nie,
warum in meiner fast-Philosophie
bald tausend Dinge sind, die ich nie sag'.
Muss ich's endlich einseh'n – weiß ich nichts?
Bin ich dumm geboren, sterb' ich dumm?
Ist denn keine Lösung angesichts
dieser Frage wirklich richtig rum?
Ist sie denn umsonst, die Fragerei?
Trau' ich mir denn keine Antwort zu?
Führe ich nur Unglück so herbei,
wenn ich d'rüber grübel' ohne Ruh'?
Niemals möchte ich dies alles sagen,
doch mich treiben meine vielen Fragen.
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Gedichte
Dienstag, 8. Mai 2007
Kleine Romanze
Auf eine Weise, die recht seltsam ist,
sind wir längst verbunden wie Magneten.
Unsichtbares Seil, für das wir beten,
weißt Du, dass auch Du verbunden bist?
Sag mir: Wie gestaltet sich ein Sein,
dass unsichtbar, doch umso stärker wirkt?
Sag mir: Sind wir größer oder klein,
wenn wir erkennen, was uns beide birgt?
Warum kann man sich nicht einfach haben,
gegenseitig aneinander laben
und sich endlich kennenlernen? Sag,
wenn es sowas gibt, dass ich Dich mag!
sind wir längst verbunden wie Magneten.
Unsichtbares Seil, für das wir beten,
weißt Du, dass auch Du verbunden bist?
Sag mir: Wie gestaltet sich ein Sein,
dass unsichtbar, doch umso stärker wirkt?
Sag mir: Sind wir größer oder klein,
wenn wir erkennen, was uns beide birgt?
Warum kann man sich nicht einfach haben,
gegenseitig aneinander laben
und sich endlich kennenlernen? Sag,
wenn es sowas gibt, dass ich Dich mag!
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Trochäus
Montag, 7. Mai 2007
Zeit für Wortspiele
Eines, mit dem ich mich zugegebenermaßen recht schwer tat, metrisch korrekt wortzuspielen ist schwerer, als man meint und so kann es auch sein, dass sich nicht alles beim ersten Mal ganz glatt liest - ich bitte um Nachsehen.
Dafür, wage ich zu behaupten, hat man auch bei mehrmaligem Lesen noch etwas davon, weil man mitunter noch etwas entdecken mag - oder rätseln, ob das so gewollt sein kann.
Viel Spaß!
Ich schlage etwas vor – und Du mir vor den Kopf,
nachmachte ich's, gäb's Ärger und ich schließlich nach,
wir liegen beieinander, doch alles letztlich brach,
zwar fass ich mir ein Herz, doch Du Dir an den Schopf...
Ich mach' einen schlechten Eindruck, Du gern Witze,
wenn ich lache, dann Du auch, jedoch mich aus,
ich gehe aus mir raus, doch Du nur aus dem Haus
und dann oft einen Schritt zu weit, sogar bei Hitze.
Seh' ich Dir etwas nach, hab' ich das Nachsehen,
und während Du dann fernsiehst, tue ich's nur schwarz,
ich fahre aus der Haut, wenn Du mit ihm in'n Harz,
während ich spazieren, wirst Du zu weit gehen.
Und wenn es Schläge setzt und Du (ich raff' es nicht)
alles auf die eine Karte, ich mich hin,
und Du, vielleicht der Grund, warum ich glücklich bin,
machst mich ja doch an – und ich dieses Gedicht.
Dafür, wage ich zu behaupten, hat man auch bei mehrmaligem Lesen noch etwas davon, weil man mitunter noch etwas entdecken mag - oder rätseln, ob das so gewollt sein kann.
Viel Spaß!
Ich schlage etwas vor – und Du mir vor den Kopf,
nachmachte ich's, gäb's Ärger und ich schließlich nach,
wir liegen beieinander, doch alles letztlich brach,
zwar fass ich mir ein Herz, doch Du Dir an den Schopf...
Ich mach' einen schlechten Eindruck, Du gern Witze,
wenn ich lache, dann Du auch, jedoch mich aus,
ich gehe aus mir raus, doch Du nur aus dem Haus
und dann oft einen Schritt zu weit, sogar bei Hitze.
Seh' ich Dir etwas nach, hab' ich das Nachsehen,
und während Du dann fernsiehst, tue ich's nur schwarz,
ich fahre aus der Haut, wenn Du mit ihm in'n Harz,
während ich spazieren, wirst Du zu weit gehen.
Und wenn es Schläge setzt und Du (ich raff' es nicht)
alles auf die eine Karte, ich mich hin,
und Du, vielleicht der Grund, warum ich glücklich bin,
machst mich ja doch an – und ich dieses Gedicht.
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Umarmender Reim
Limerick VII - Leer
Ein Bursche traf Gott an in Leer,
"ich erfüll' Dir 'nen Wunsch!" sprach der Herr.
Der Bursche dacht' nach
und was er dann sprach:
"Dann geh nur, ich brauch gar nichts mehr!"
"ich erfüll' Dir 'nen Wunsch!" sprach der Herr.
Der Bursche dacht' nach
und was er dann sprach:
"Dann geh nur, ich brauch gar nichts mehr!"
Sonntag, 6. Mai 2007
Einfach
Einfach so im Strandkorb sitzen,
und das Leben faul genießen,
einfach trinken, einfach schwitzen,
jeden Tag entspannt begießen,
einfach leben lassend liegen,
einfach ohne Hektik sein,
einfach leben wie die Fliegen,
alles scheint unendlich klein.
Einfach nur beiseite schieben,
was den Tag sonst nur beschwert,
einfach nur das Leben lieben,
weil man es nur so erfährt.
Einfach mal an gar nichts denken,
und den Kopf füllt nur das Bier,
das man tüchtig einzuschenken
weiß – schön leben? Geht auch hier!
und das Leben faul genießen,
einfach trinken, einfach schwitzen,
jeden Tag entspannt begießen,
einfach leben lassend liegen,
einfach ohne Hektik sein,
einfach leben wie die Fliegen,
alles scheint unendlich klein.
Einfach nur beiseite schieben,
was den Tag sonst nur beschwert,
einfach nur das Leben lieben,
weil man es nur so erfährt.
Einfach mal an gar nichts denken,
und den Kopf füllt nur das Bier,
das man tüchtig einzuschenken
weiß – schön leben? Geht auch hier!
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Trochäus
Limerick VI - New York
A young hungry man from New York
to eat meat oh he needed a fork.
He asked and he begged
but got knives just instead
so he fin'lly by hand ate his pork.
to eat meat oh he needed a fork.
He asked and he begged
but got knives just instead
so he fin'lly by hand ate his pork.
Samstag, 5. Mai 2007
Musik
Endlich maße ich mich eines längst überfälligen und überaus fragilen Themas an - überfällig, weil es meine unendliche Wertschätzung genießt, fragil, weil es umso schwerer ist, etwas gerecht zu formulieren, je mehr es einen prägt, beeinflusst und je intensiver man etwas verehrt. Wenn ich also von Musik spreche, muss ich hohe Ansprüche an mich haben und erst die Zeit und erneute Lektüre der Zeilen nach einer Weile werden zeigen, inwieweit ich ihnen gerecht werde...
Schwingungen, schwanger mit fiebriger Kraft,
Klänge, ästhetisch und voll Eleganz
zaubern im Einklang solch Stimmungen bei,
die man im Herzen versteht, fast als sei
die Musik der Welt eigener Tanz,
der Tanz meiner Welt, der ihr Leben verschafft.
Tasten erzeugen und weben Gebilde,
ein Teppich voll Töne, ein singender Geist,
ein eifriger Schreiber voll schöner Geschichten.
Geschichten des Wesens, des Ursprungs, sie lichten
Geheimnisse, bisher gehütet – man preist
Berührung in dieser Art Lebensgefilde.
Von allerlei Sprachen ist diese die klarste,
sie artikuliert ohne Worte die Seele
und spricht nur in Bildern und spricht in Gefühlen.
Niemals vermochte ein Wort so zu wühlen
in Orten des Körpers, die ich nicht befehle.
Von allerlei Sprachen – Musik ist die wahrste!
Schwingungen, schwanger mit fiebriger Kraft,
Klänge, ästhetisch und voll Eleganz
zaubern im Einklang solch Stimmungen bei,
die man im Herzen versteht, fast als sei
die Musik der Welt eigener Tanz,
der Tanz meiner Welt, der ihr Leben verschafft.
Tasten erzeugen und weben Gebilde,
ein Teppich voll Töne, ein singender Geist,
ein eifriger Schreiber voll schöner Geschichten.
Geschichten des Wesens, des Ursprungs, sie lichten
Geheimnisse, bisher gehütet – man preist
Berührung in dieser Art Lebensgefilde.
Von allerlei Sprachen ist diese die klarste,
sie artikuliert ohne Worte die Seele
und spricht nur in Bildern und spricht in Gefühlen.
Niemals vermochte ein Wort so zu wühlen
in Orten des Körpers, die ich nicht befehle.
Von allerlei Sprachen – Musik ist die wahrste!
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Daktylus,
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Gedichte
Freitag, 4. Mai 2007
Tanzfee
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
Tanzen scheint ihr Seelenelement.
Ach, wie packte mich der rechte Mut,
wenn sich uns're Seele nur verbänd'!
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
jedes Regen spricht mir ein Gedicht.
Wenn sie tanzt als wär's auf Feuerglut,
meint man wirklich: Zeit vergeht hier nicht.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut
und es wirkt als wankte alle Welt,
während sie ekstatisch feiernd ruht,
schafft sie, was am Gegenpol gefällt.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
traumverführend schaut sie zu mir her.
Mein Gedankenreich wird ihre Brut,
diese dann zu bändigen fällt schwer.
Tanzen scheint ihr Seelenelement.
Ach, wie packte mich der rechte Mut,
wenn sich uns're Seele nur verbänd'!
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
jedes Regen spricht mir ein Gedicht.
Wenn sie tanzt als wär's auf Feuerglut,
meint man wirklich: Zeit vergeht hier nicht.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut
und es wirkt als wankte alle Welt,
während sie ekstatisch feiernd ruht,
schafft sie, was am Gegenpol gefällt.
Die Bewegung steht ihr wirklich gut,
traumverführend schaut sie zu mir her.
Mein Gedankenreich wird ihre Brut,
diese dann zu bändigen fällt schwer.
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Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim,
Trochäus
Donnerstag, 3. Mai 2007
Ein Blatt Papier
Ein Blatt Papier. Noch leer. Verlangt nach Strich.
Verlangt nach Farben, Mustern, nach Zitaten,
nach Gedanken, Sinn und dann an sich
nach den Gefühlen, die um Ausdruck baten.
Aller Arten heftig Freudentanz
wird observiert durch Stift und durch Papier.
Trauer, Glück und Furcht und Mut wird ganz
zu meiner Welt und sprudelt gar aus mir.
Abstraktestes erhält die klarsten Formen,
Hässliches wird schön durch Deutlichkeit,
denn deutlich Hässliches so klar zu normen,
bringt als Schritt gen Wahrheit jeden weit.
Ein Platt Papier. Gefüllt. Ein kleines Leben.
Mikrokosmos, lyrisch neu kreiert.
Ein Blatt Papier. So vieles kann es geben,
jedem, der sich seiner int'ressiert.
Verlangt nach Farben, Mustern, nach Zitaten,
nach Gedanken, Sinn und dann an sich
nach den Gefühlen, die um Ausdruck baten.
Aller Arten heftig Freudentanz
wird observiert durch Stift und durch Papier.
Trauer, Glück und Furcht und Mut wird ganz
zu meiner Welt und sprudelt gar aus mir.
Abstraktestes erhält die klarsten Formen,
Hässliches wird schön durch Deutlichkeit,
denn deutlich Hässliches so klar zu normen,
bringt als Schritt gen Wahrheit jeden weit.
Ein Platt Papier. Gefüllt. Ein kleines Leben.
Mikrokosmos, lyrisch neu kreiert.
Ein Blatt Papier. So vieles kann es geben,
jedem, der sich seiner int'ressiert.
etikettiert:
Das tägliche Gedicht,
Gedichte,
Kreuzreim
Mittwoch, 2. Mai 2007
Unwissend. Unschuldig.
„Komm schon, lass uns chatten, Süße,
wie ich ausseh'? Groß und schlank,
gut gebaut und meine Füße
sind, wie alles, g'rade nackt,
auch ansonsten bin ich rank,
sexy und durch Sport entschlackt.
Bitte? Nein, das kann ich nicht...
na ja gut, wenn Du es willst,
sag ich's Dir in das Gesicht:
25 Zentimeter,
wenn Du ihn nur richtig schwillst,
zwei Sekunden und schon steht er!
Nein, das ist nicht übertrieben,
aber kommen wir zu Dir:
Offen ist bislang geblieben,
wie es um Dein Ausseh'n steht.
Schließlich, Baby, wünsch' ich mir
nichts so sehr wie Dich so spät.
Blonde Haare? Lang und glatt?
75 C die Brust?
Kleiner Arsch, der Muskeln hat,
knackig und nur Tanga an?
Gott, verdammt, ich kriege Lust,
ob ich Dich mal sehen kann?
Wie alt bist Du? 13 Jahre?
Das ist super, schick doch gleich
noch ein Foto, wo die Haare
alles sind, was Dich bedeckt.
Ob ich Geld hab'? Ich bin reich!
Komm, jetzt hab' ich Blut geleckt!
Wow! Das bist nicht wirklich Du!?
Man, Du siehst noch besser aus,
als ich dachte: Gib doch zu:
So ein bisschen heiß gemacht
hab' ich Dich, Du kleine Maus,
komm' doch her – das wär' gelacht!
Nein – im Ernst, lass uns mal sehen
und ich zeig Dir dies und das,
Manches wirst Du erst verstehen,
wenn wir beieinander sind,
glaub mir: Das wird Riesenspaß!“
(Und zu sich: „Bis bald...mein Kind.“)
Grausig war die Woche mit dem Fund:
Eine Kinderleiche, dort im Wald.
Jemand tat's den Eltern bald schon kund
und seitdem sind ihre Herzen kalt.
Blau war ihr Gesicht und ihre Hände,
blau die Striemen dort am Handgelenk,
heute wär' sie vierzehn und man fände
sie im Kinderzimmer mit Geschenk.
Ihre Hoffnung wurde seine Sünde,
seine Sünde wurde bald ihr Tod.
Und ihr Tod als Unglück aller münde
in der Eltern elendigen Not.
wie ich ausseh'? Groß und schlank,
gut gebaut und meine Füße
sind, wie alles, g'rade nackt,
auch ansonsten bin ich rank,
sexy und durch Sport entschlackt.
Bitte? Nein, das kann ich nicht...
na ja gut, wenn Du es willst,
sag ich's Dir in das Gesicht:
25 Zentimeter,
wenn Du ihn nur richtig schwillst,
zwei Sekunden und schon steht er!
Nein, das ist nicht übertrieben,
aber kommen wir zu Dir:
Offen ist bislang geblieben,
wie es um Dein Ausseh'n steht.
Schließlich, Baby, wünsch' ich mir
nichts so sehr wie Dich so spät.
Blonde Haare? Lang und glatt?
75 C die Brust?
Kleiner Arsch, der Muskeln hat,
knackig und nur Tanga an?
Gott, verdammt, ich kriege Lust,
ob ich Dich mal sehen kann?
Wie alt bist Du? 13 Jahre?
Das ist super, schick doch gleich
noch ein Foto, wo die Haare
alles sind, was Dich bedeckt.
Ob ich Geld hab'? Ich bin reich!
Komm, jetzt hab' ich Blut geleckt!
Wow! Das bist nicht wirklich Du!?
Man, Du siehst noch besser aus,
als ich dachte: Gib doch zu:
So ein bisschen heiß gemacht
hab' ich Dich, Du kleine Maus,
komm' doch her – das wär' gelacht!
Nein – im Ernst, lass uns mal sehen
und ich zeig Dir dies und das,
Manches wirst Du erst verstehen,
wenn wir beieinander sind,
glaub mir: Das wird Riesenspaß!“
(Und zu sich: „Bis bald...mein Kind.“)
Grausig war die Woche mit dem Fund:
Eine Kinderleiche, dort im Wald.
Jemand tat's den Eltern bald schon kund
und seitdem sind ihre Herzen kalt.
Blau war ihr Gesicht und ihre Hände,
blau die Striemen dort am Handgelenk,
heute wär' sie vierzehn und man fände
sie im Kinderzimmer mit Geschenk.
Ihre Hoffnung wurde seine Sünde,
seine Sünde wurde bald ihr Tod.
Und ihr Tod als Unglück aller münde
in der Eltern elendigen Not.
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