Montag, 30. April 2007

Bettler

Da sitzt Du nun, Du armer Vagabund,
ein Häuflein Elend und ein Haufen Dreck.
Die Zähne sind schon lang nicht mehr gesund,
die Kleidung ist ein einzig großer Fleck.

Die tiefen Kerben, zierend das Gesicht,
gefüllt mit Schmutz, verraten Deine Not.
Alleine sitzt Du, Freunde hast Du nicht,
niemand will Dich kennen, gibt Dir Brot,

gibt Dir Achtung, hilft Dir aufzustehen,
tausend mal hast Du daran gedacht,
doch Dich woll'n die Menschen nicht mal sehen,
wie dann helfen? Bald erklimmt die Nacht

den Berg der Welt und Du sitzt dort im Tal,
wo's tiefer nicht mehr geht, verbirgst den Blick
vor Menschen, die Dich streifen, welche Wahl
hat man noch, so ohne ein Geschick?

Senk die Augen, wenn Du das noch kannst,
und wenn nicht, erfüllt sie diese Leere,
die nach außen tritt aus Hirn aus Wanst,
ewig leichter Ausdruck Deiner Schwere.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Aron,

ich möchte sagen, dass es mich sehr fasziniert, Deinen Zeilen und Gedichten zu folgen, und auch welche Bilder, als auch Stimmungen diese zu kreieren vermögen.

Du schreibst wunderbar! Und das inspieriert, vor allem dahin, die Welt bewusster sehen, schreiben, denken..einfach fühlen zu wollen. Respekt!

Sanfter Gruß,
raindelasoul

Aron Ekstein hat gesagt…

Vielen Dank für einen netten und ermutigenden Kommentar!

Und wenn Du sagst, die Welt könne durch meine Worte tatsächlich bewusster wahrgenommen werden, will ich nie wieder an Sinn oder Unsinn dieser Kreationen zweifeln, denn genau dies ist ihre Intention und ich bin froh, dass ich sie zu erfüllen vermag.

Danke vielmals!
Aron

Anonym hat gesagt…

Ich habe Dich auf meiner Seite verlinkt. Wenn das nicht okay für Dich ist, gib mir einfach bescheid.

Ich finde einfach, Deine Gedichte brauchen Aufmerksamkeit.
(auch wenn meine Seite nur einen eher bescheidenen Beitrag leisten könnte)

Gruß,
raindelasoul